Viernheim

Ausschuss II Stadt legt bei Bannholzgraben-Erweiterung Schwerpunkt auf Mehrfamilienhäuser

Raum für 700 Menschen

Viernheim.Mit dem Bebauungsplan für das Gebiet Bannholzgraben II hat sich am Dienstagabend einmal mehr der Bau- und Umweltausschuss beschäftigt. Das zuständige Planungsbüro hat den städtebaulichen Entwurf mit zahlreichen Vorgaben für die Bauherren vorgelegt.

Statt der Mitarbeiter des Büros Piske stellte Petra Wagner vom städtischen Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung die Planungen vor, die auf den bisherigen Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung und der diversen Fachgutachten aufbauen.

Neu für die Parlamentarier waren Anmerkungen zum Artenschutz. „Es gibt keine streng geschützten Arten, aber es droht der Wegfall von so genannten Offenland-Arten“, verwies Wagner auf das Gutachten. Die Stadt sei deshalb in Gesprächen mit den Landwirten, das Areal vor dem Landgraben, das nicht mehr zum Baugebiet gehört, intensiver zu bewirtschaften, um dort Lebensraum für diese Arten zu schaffen.

Das vorgelegte städtebauliche Konzept greift alle Rahmenbedingungen auf: Im Zentrum des neuen Baugebiets sollen Geschosswohnung entstehen, ihr Gesamtanteil an der Fläche liegt bei 43 Prozent (19 Mehrfamilienhäuser). Dabei sind auf den Häusern mit drei- und vier Vollgeschossen auch noch Sattelgeschosse, also mit kleinerer Grundfläche, möglich. Ansonsten sind zwingend zwei Vollgeschosse vorgeschrieben. 33 Reihenhäuser und 22 Doppelhäuser sind im südlicheren Teil des Areals geplant, die 15 Einzelhäuser werden am Rand des Baugebiets zum Landgraben hin angeordnet.

Aufgrund dieser Zahlen könnten im Bannholzgraben II 235 Wohneinheiten für 705 Einwohner entstehen. Die Erschließung und die Verkehrsführung durch das Neubaugebiet ist ebenso genau geregelt wie der Verkehr vor der Kita „Gänseblümchen“: Die Zufahrt erfolgt auf einer separaten „Einbahnschleife“ mit der Möglichkeit zum Anhalten und Kurzparken und führt zurück auf die Hauptverkehrsstraßen.

Einen Beschluss fassten die Ausschussmitglieder nicht. Die Stadtverordneten entscheiden nun in ihrer Sitzung am Freitag, 24. Mai, 19 Uhr, im Ratssaal, abschließend über den Bebauungsplan.

Nicht besprochen wurden die Vergaberichtlinien für die Grundstücke. Laut Erstem Stadtrat Jens Bolze soll dies in der nächste Gremienrunde noch vor der Sommerpause auf der Tagesordnung stehen. su

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