Viernheim

Ausflug Jahrgang 1948/49 besucht Museum und Mahlmühle im Schwarzwald

Reise in vergangene Zeiten

Viernheim.Schon vor der angekündigten Abfahrtszeit um 8 Uhr fanden sich die ersten Reisewilligen am Bürgerhaus ein, um zum Ausflug in den Schwarzwald aufzubrechen. Nach der Begrüßung aller Teilnehmer durch das Jahrgangsteam wurden die beabsichtigten Tagesziele besprochen und erläutert.

Als erstes Ziel stand das Auto- und Uhrenmuseum „ErfinderZeiten“ in Schramberg auf dem Plan. Vor Ort wurden den Ausflüglern auf fünf Ebenen die Zeitgeschichte, Fahrzeugwelt und das Alltagsleben vom Kriegsende bis in die 70er Jahre eindrucksvoll vor Augen geführt. Der Rundgang begann in der obersten Etage des Museums mit der Zeitreise durch die Geschichte der Uhr im Schwarzwald: von der handwerklich geprägten Hausindustrie bis hin zu der Zeitmessung bei den olympischen Spielen 1972 in München sowie zu den ersten Funkarmbanduhren von 1990 und zu den aktuellen Produktionen.

In den weiteren vier Etagen war eine Sammlung über die Volksmotorisierung und den Alltag des kleinen Mannes vom Wiederaufbau nach 1945 bis in die Wirtschaftswunderzeit ausgestellt. Nicht nur die 150 Motorräder und Motorroller sowie die 100 Autos in verschiedenen Größen, sondern auch die liebevoll und authentisch mit originalen Gegenständen eingerichteten Alltagsszenen, die den Pioniergeist der 50er Jahre lebendig darstellen, haben die Ausflugsteilnehmer beeindruckt. Hier konnten die Viernheimer Ausflügler die Vergangenheit nochmals nachvollziehen und innerlich wiedererleben.

Nach einer kleinen Pause mit Stärkung aus der Bordküche ging der Ausflug zur Vollmer’s Mühle in Seebach/Grimmerswald weiter. Diese über 250 Jahre alte Mühle ist eine der schönsten Mahlmühlen des Schwarzwaldes. Im Jahre 1976 begann mit der Renovierung der Mühle eine neue Blütezeit. Seit 1978 dreht sich das Mühlrad wieder wie in alten Zeiten.

Die Ausflügler des Jahrgangs 1948/49 haben an diesem Nachmittag ein interessantes und lehrreiches Brauchtumsprogramm mit Buttern im Butterfass, Kienspanschneiden, Spinnen am Spinnrad und Ziehharmonikamusik erlebt, das an die beschriebenen alten Zeiten erinnerte. Dazu wurde die gerade zuvor selbst gemachte Landbutter mit knusprigem Holzofenbrot, kulinarischen Köstlichkeiten des Schwarzwaldes sowie Apfelsaft und Apfelmost aus eigener Herstellung gereicht. Natürlich durfte ein Mühlenwässerle nicht fehlen.

Bei der Führung mit aufschlussreichen Erklärungen zum Aufbau, Funktion und des Betriebes der Mühle sowie der Mehlherstellung wurde das Programm beeindruckend abgerundet. Gegen Abend trat die Runde dann in bester Laune die Heimreise an. Zu erzählen gab es ja genug, der Tag war ein Erlebnis. In Viernheim angekommen war dann Abschied nehmen angesagt – aber verbunden mit dem Wunsch und der Hoffnung auf das kommende Wiedersehen und den nächsten Ausflug in gleicher Harmonie. red

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