Viernheim

Katholisches Sozialzentrum Basar erlebt großen Zuspruch / Erlös geht an karitative Einrichtungen

Reparierte Räder finden neue Besitzer

Archivartikel

Viernheim.„Am Dienstag werden wir wieder gemeinsam grillen, das ist schon Tradition nach einem Radbasar“, freut sich Hubert Bundschuh von der Fahrradwerkstatt der Initiative „Makerspace“ (deutsch: Mitmach-Werkstatt). Er hofft, dass auch das Wetter mitspielt, „denn Geselligkeit wird bei uns ganz groß geschrieben“. Einmal in der Woche treffen sich am katholischen Sozialzentrum bis zu acht Hobbyschrauber, um zwischen 18 und 20 Uhr defekte Zweiräder wieder straßentauglich zu machen.

Diese Drahtesel werden dann zu besonders günstigen Konditionen verkauft. Die Einnahmen werden anschließend an karitative und soziale Einrichtungen gespendet. Zuletzt kamen die Kita Johannes XXIII., die Viernheimer Tafel, Yaa Soma, der Laden mit Herz und der Notfallfonds des Sozialzentrums in den Genuss der Zuwendungen.

Die Räder werden an Dienstagen verkauft – dreimal im Jahr aber auch zusätzlich bei einem Basar an einem Samstag. Am Wochenende standen gut 40 Fahrräder aller Größen und Preise (15 bis 150 Euro) zur Verfügung, von denen am Ende mehr als die Hälfte neue Besitzer fanden. Die Palette reichte von Straßenrädern für Damen und Herren über sportliche Modelle bis hin zu Jugend- und Kinderrädern. Auch Tretroller wurden angeboten. Viele Interessenten hatten den Weg in die Nachbarschaft des Vogelparks gefunden, um nach einem Schnäppchen Ausschau zu halten. Feilschen war natürlich erlaubt.

Zahlreiche Ersatzteile

„Wir führen fast alle Reparaturen selbst aus, haben dazu mittlerweile auch die notwendigen Werkzeuge. Bei ganz besonders schwierigen Fällen ziehen wir dann unseren Spezialisten Hans Boronowski zurate“, sieht Bundschuh die ehrenamtlichen Helfer bestens aufgestellt. Elektrofahrräder, sogenannte E-Bikes, werden aber nicht repariert.

Die Fahrradwerkstatt von „Makerspace“ bietet Platz für einen Fahrrad-Montage-Ständer, der das Arbeiten am Rad auf Augenhöhe ermöglicht. An den Montage-Raum grenzt ein Lager mit einer bunten Vielfalt an alten, neuen, gebrauchten, kaputten und reparierten Rädern an. Im Sommer wird auch im Freien gearbeitet, bei schlechtem Wetter wird es dagegen in den Räumlichkeiten ganz schön eng.

„Wir schlachten viele Räder aus und bekommen so zahlreiche Ersatzteile. Ansonsten unterstützt uns das Radhaus Hofmann, das uns auch gebrauchte Räder überlässt“, freuen sich Bundschuh und das Team auf großzügige Unterstützung aus dem Fachhandel.

Interessierte können dienstags von 18 bis 20 Uhr in der Fahrradwerkstatt vorbeischauen und sich selbst ein Bild von der Arbeit machen. Neben der Fahrradreparatur gibt es noch die Holzwerkstatt, eine Computerwerkstatt und die Gruppe „Urban Gardening“.

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