Viernheim

Vereinsentwicklung MGV 1846 feiert Richtfest auf Gelände neben Sportpark / Freude über Spende der Stadtwerke

Sänger bringen mehrere Ständchen

Archivartikel

Viernheim.Beim Spatenstich war das Grundstück noch schneebedeckt, zum Richtfest brennt die Sonne vom Himmel: Knapp fünf Monate hat es gedauert, bis der Rohbau für das neue Sängerheim des MGV 1846 steht. Auf dem Giebel über dem Haupteingang ist der Richtbaum befestigt, daneben steht MGV-Vorsitzender Jens Heinen mit Klaus Schmitt und Hendrick Rabe von der Holzbau-Firma für den traditionellen Richtspruch.

Dreimal wird auf Handwerker, Architekt und den Bauherren MGV 1846 angestoßen – dann landet das Weinglas auf dem Boden: „Das Glas soll zerschellen mit klirrendem Krach“, wünschen die Zimmermänner „Glück und Segen bis unters Dach“. Die weitere Richtfestfeier hat der MGV in den Rohbau gelegt – zum einen warten dort angenehmere Temperaturen und kühle Getränke, zum anderen kann man sich direkt auf der Baustelle umschauen.

Vorsitzender Jens Heinen erinnert kurz daran, wann die Planungen für das Vereinsheim begonnen haben. Im Januar 2016 habe man das erste Mal überlegt, wie und wo man ein solches Gebäude realisieren könne. Dank der Unterstützung der Stadt wurde das Grundstück gefunden, das etwa 3000 Quadratmeter groß ist und direkt nach der Überführung in den Familiensportpark auf der rechten Seite liegt.

Vor gut einem Jahr hat der damalige Pächter das Gelände geräumt, Anfang dieses Jahres hat der MGV mit dem Bau begonnen. Umgesetzt wird ein einstöckiges Gebäude mit knapp 350 Quadratmetern auf einer Grundfläche von 15 mal 23 Metern. Den größten Raum nimmt der Saal ein, daran angeschlossen ist der „Treffpunkt“ mit Theke und Küche, dazu kommen die sanitären Anlagen inklusive barrierefreier Toilette und ausreichend Lagermöglichkeiten. In weniger als fünf Monaten ist das Gelände vorbereitet worden, die Anschlüsse gelegt, die Mauern hochgezogen, die Fenster und Terrassentüren eingebaut, der Dachstuhl gezimmert und das Dach gedeckt.

„Das Richtfest ist ein schöner Anlass, um Danke zu sagen bei allen, die bisher schon im Einsatz waren“, zählt Heinen Architekt, Planer, Statiker und Handwerker auf. „Ich habe in den letzten Monaten immer mal wieder neugierig geschaut, ob und wie es denn vorangeht“, gibt Bürgermeister Matthias Baaß augenzwinkernd zu. Die Stadt habe den Wunsch des MGV nach einem Vereinsheim gern unterstützt. „Die Vereine sind ein wichtiges Element des Zusammenlebens ins Viernheim“, weiß Baaß. Das betont auch Dr. Ralph Franke, Geschäftsführer der Stadtwerke Viernheim, und hat zum Richtfest ein Geschenk dabei: Zusammen mit Vertriebsleiterin Vera Milus überreicht er 1500 Euro, die für den weiteren Ausbau verwendet werden sollen. Der MGV bedankt sich standesgemäß mit einem Ständchen. „Es ist der erste Auftritt bei geschlossenem Dach“, kündigt Jens Heinen die Liedvorträge des Chors an. Nach „Handwerkers Abendgebet“, „Der Schäfer“ und dem mit allen Gästen gesungenen „Großer Gott, wir loben dich“ wird zuletzt das Bier besungen – wahrscheinlich nicht zum letzten Mal im Sängerheim: „Wir trinken mit Freuden ein Bier und stehen vereint an der Theke. Wir genießen das schäumende Nass, das der Wirt uns zapft aus dem Fass.“

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