Viernheim

Albertus-Magnus-Schule Kreis Bergstraße und Bistum Mainz investieren rund 610 000 Euro in Sporthalle

Sanierung dauert bis Jahresende

Archivartikel

Viernheim.Schulleiterin Ursula Kubera hofft, dass es am Ende ein Nullsummenspiel sein wird: Rund 610 000 Euro an Fördergeldern erhielt die Albertus-Magnus-Schule (AMS) am Freitag. Mit der Finanzspritze, möglich durch das Kommunalinvestitionsprogramm II „KIP macht Schule“, soll die Sporthalle saniert werden. „Wenn alles gut läuft, deckt der Betrag die Renovierungskosten mit der neuen Lüftungs- und Beleuchtungsanlage sowie den Wasserleitungen“, erklärte Kubera im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“. Außerdem müssten die Fenster auf ihre Dichte hin überprüft werden. Die Instandsetzung des Hallenbodens übernehme nach zwei Wasserschäden jedoch die Versicherung.

Knapp eine halbe Million Euro der Fördersumme kommen vom Kreis, die restlichen 25 Prozent übernimmt das Bistum Mainz als Schulträger der privaten Bildungseinrichtung. Über einen ähnlich hohen Betrag konnte sich bei der Feierstunde in der Bibliothek der Viernheimer Schule auch Sabine Nellessen-Kohl freuen. Bei ihrer Ansprache sagte die Leiterin der Liebfrauenschule in Bensheim gegenüber Landrat Christian Engelhardt und Gereon Geissler, dem Bildungsdezernten des Bistums, dass damit der Umbau des Schulgebäudes „Haus Michael“ gefördert werde.

Orientierung vermitteln

„In Bildung zu investieren ist notwendiger denn je“, betonte Geissler. In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten und einer immer komplexer werdenden Berufswelt, angetrieben durch Digitalisierung, kämen neue Aufgaben für Pädagogen hinzu. Neben einer fundierten Allgemeinbildung müssten Schulen auch Orientierungskompetenzen in der globalen Wirtschaft vermitteln. Weiter hob der Bildungsdezernent die Bedeutung der Trägervielfalt hervor. Das christliche Profil der AMS manifestiere sich „in der sozialen Einstellung, gegenüber dem Nächsten sowie der Schöpfung“. Das Bistum Mainz als Träger der beiden Privatschulen sehe ihr Angebot als Ergänzung in einer vielfältigen Bildungslandschaft.

„Jeder Euro, der über das Ersatzschulgeld für Privatschulen hinausgeht, ist ein Novum“, betonte Engelhardt. Mit dem KIP II sollten jedoch alle Schulformen gefördert werden. Da das Programm allerdings komplizierte Prioritätenlisten vorsieht, habe man im Kreis beschlossen, „das einfacher und unbürokratischer zu machen“, so der Landrat. Man habe die KIP-Mittel (im gesamten Kreis rund 20 Millionen Euro) pro Schüler umgerechnet und so auch die Privatschulen fair mit einbezogen. Die Fördergelder für AMS und Liebfrauenschule sind dabei „reine Kreismittel“, betonte Engelhardt. Ausgenommen ist der Anteil des Bistums an der Summe.

Nach den Ansprachen und Dankesreden, die von AMS-Schülern der Sacro-Pop-Band musikalisch bereichert wurden, lud Schulleiterin Kubera die Anwesenden noch zu einem Rundgang ein. Geissler und Engelhardt zeigten sich beeindruckt von dem naturnah gestalteten Hof mit der „Chill-Area“ und dem kleinen Wasserlauf.

In der 1991 errichteten Sporthalle, die nach Unterrichtsende normalerweise auch von Viernheimer Vereinen genutzt wird, machten sich Landrat und Bildungsdezernent ein Bild von der Lage. Kubera zeigte die bisherigen Fortschritte bei der Bodensanierung und klärte über die weiteren Maßnahmen auf. „Im Herbst soll die Renovierung richtig starten“, sagte sie. Wenn alles nach Plan läuft, „ist die Sporthalle Ende des Jahres wieder offen“.

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