Viernheim

Vortrag Umweltberater Markus Kohl zu Gast beim Naturheilverein / Viele Fragen von den Zuhörern

Schutz vor Elektrosmog

Viernheim.Der Naturheilverein Viernheim, Weinheim und Umgebung hatte den Umweltberater und Kinesiologen Markus Kohl zu einem Vortrag über Schutz vor Elektrosmog und Feinstaub eingeladen. Das große Interesse an diesem Vortrag zeigte, wie wichtig wissenschaftlich belegte Informationen zu diesem Thema sind. Markus Kohl ist als Berater ein bundesweit gefragter Referent.

Die Angst vor diesen unsichtbaren Gefahren ist verständlich, wenn man die Diskussion über den geplanten Ausbau des Mobilfunknetzes 5G verfolgt. Kritiker des Vorhabens weisen auf eine Schätzung der Mobilfunkindustrie hin, wonach für den Ausbau des neuen Mobilfunknetzes 750 000 zusätzliche Sendeanlagen erforderlich sind. Das sei eine Verzehnfachung der heutigen Senderstandorte. Zudem sollen im Abstand von circa 150 bis 300 Metern Kleinzellensender in den Straßen der Städte und Gemeinden installiert werden. Dadurch würde die Strahlenbelastung für die Bevölkerung enorm zunehmen.

Doch auch ohne dieses umstrittene Projekt seien die Bürger in ihren Wohnungen einer erheblichen Strahlenbelastung ausgesetzt, von der die meisten jedoch bisher noch nichts wussten. Diese Belastung ist in vielen Fällen die Ursache von Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen oder Depression. Auch schwere Erkrankungen haben die Forscher als Folge von Belastung durch Elektrosmog und Feinstaub festgestellt

Handy über Nacht ausschalten

Viele Hinweise für die Hilfe bei Elektrosmog betrafen das Handy, mit dem man die Gepräche möglichst kurz halten sollte. In der Nacht sollten solche Geräte ganz ausgeschaltet werden. Zu Hause sei es ratsam, keine schnurlosen Telefone zu benutzen und die Internetverbindung über Kabel zu nutzen. Mit Notebooks dürfe nie am Körper, etwa auf Oberschenkeln liegend, gearbeitet werden. Markus Kohl empfahl funkfreie Spielkonsolen: „Kinder sollten keine digitalen Medien mit Funkanwendung erhalten.“

Radio- und Funkwecker müssten aus dem Schlafzimmer entfernt und auf Energiesparlampen verzichtet werden. Selbstverständlich sei es wichtig, alle elektrischen Geräte nachts auszuschalten. Diese Empf-ehlung bezog der Referent nicht nur auf Mobilfunkgeräte, sondern auch auf die Ausstattung von elektrischen Küchengeräten, bei denen er von Mikrowelle und Induktionsherd abriet. Außerdem sollte man nur Möbel ohne Metallteile nutzen.

Der digitalen Ausstattung in der Wohnung sind Grenzen gesetzt. Doch auch der Standort einer Wohnung zum Beispiel an einer Bahnlinie mit regem Zugverkehr, kann eine qualvolle Belastung durch Elektrosmog zur Folge haben.

Eine weitere Gefahr in einer Wohnung sind synthetische Teppiche, Vorhänge, Wäsche und Kleider. Durch Abreibung lösen sich winzige Teilchen von dem synthetischen Material und belasten als Feinstaub die Luft in einer Wohnung. Mit einer gründlichen persönlichen Beratung könne auch in besonders schwierigen Fällen geholfen werden. Inzwischen wurde ein Gerät entwickelt, das zur Hilfe bei Elektrosmog wesentlich beitragen könne. Auch nach dem Vortrag musste Markus Kohl noch zahlreiche Fragen aus dem Publikum beantworten. H.T.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional