Viernheim

Albertus-Magnus-Schule Studien- und Berufsorientierungstag für die Zehntklässler des bischöflichen Gymnasiums

Schwerer Weg zum Traumjob

Viernheim.„Ich bin hochzufrieden mit meinem Job“, muss Andreas Dewald überhaupt nicht nachdenken. Den Zehntklässlern der Albertus-Magnus-Schule (AMS) hat er gerade seinen Beruf als Marketing-Director einer Computerfirma erläutert – aber auch, dass der Weg zum Traumjob nicht zielstrebig und gradlinig war. Die AMS führt, in Zusammenarbeit mit dem Förderband und der Jugendberufshilfe, für die Jahrgangsstufe zehn einen Studien- und Berufsorientierungstag durch.

„Der Berufswahlprozess ist immer wieder von Unsicherheit und Orientierungslosigkeit geprägt“, wissen Andrea Bächle und Daniel Fritz, an der Schule für die Beruf- und Studienorientierung verantwortlich. Schüler sollen unterstützt werden, indem Fragen beantwortet, Probleme gelöst und Tipps zur Entscheidung gegeben werden. „Ratschläge von glaubwürdigen Vertrauenspersonen helfen den Jugendlichen ebenso wie rein sachliche Informationen“, setzen die Lehrer an dem Punkt an. Drei Vertreter aus der Arbeits- und Berufswelt erzählen den Schülern von ihren Erfahrungen bei der Berufsplanung.

In drei Gruppen aufgeteilt, können die Zehntklässler viel von den Mentoren erfahren und ihnen auf den Zahn fühlen – natürlich wird auch nach Verdienstmöglichkeiten gefragt. Thorsten Nieuwenhuizen hat gleich zweimal sein Arbeitsleben für ein Sabbatjahr unterbrochen, um für sich seine Aufgabe zu überprüfen und neue Wege einzuschlagen. Thomas Klauder unterstützt seine ehemalige Schule schon länger bei den Veranstaltungen zur Berufsfindung. Er kann aber nicht nur aus seinem Lebensweg berichtet, sondern als Inhaber einer Beratungsgesellschaft für Personalmanagement auch andere Beispiele für berufliche Entwicklung nennen. Andreas Dewald hat ebenfalls sein Abitur an der AMS gemacht. Vor 20 Jahren ging er zum Studieren nach Furtwangen.

Praktika haben geholfen

„Der Studiengang war internationale Betriebswirtschaftslehre, mit einem sprachlichen Schwerpunkt und sehr praxisorientiert“, erzählt er den heutigen AMS-Schülern. Aktuell arbeitet er, wieder nach Viernheim zurückgezogen, von zuhause aus für das Marketing einer amerikanischen Computerfirma: „Ich telefoniere und bearbeite Mails…“ ob das nicht langweilig sei, fragt ein Schüler. Andreas Dewald lacht: „Ich mache ja auch etwas anderes, zum Beispiel digitale Werbekampagnen planen.“ Zehn Jahre arbeitet Dewald jetzt in dem Unternehmen, ist bis zur Stufe eines Directors aufgestiegen. Regelmäßig reist er zu Kollegen ins Ausland, nach England, Holland oder in die USA. Die Schüler wollten wissen, ob dieser Beruf von Anfang an der Traumjob war. Dewald erinnert sich: „Nein, auf keinen Fall. Ich habe viele Jobbörsen und solche Gesprächsrunden besucht, bis ich mich nach dem Abitur für ein Studium entschieden habe. Heute hat man ja noch viel mehr Möglichkeiten, sich zu informieren“, denkt Dewald an das Internet der späten 90er-Jahre zurück. Seine erste Anstellung hat er über eine Internetplattform gefunden und zog nach Leipzig. „Es hat mir geholfen, dass ich während des Studiums schon viele Praktika gemacht habe“, gibt er einen nützlichen Tipp mit auf den Weg.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional