Viernheim

Auszeichnung II „Haus des Lebens“ verändert sich

Schwestern vor neuen Aufgaben

Archivartikel

Viernheim.„Lassen Sie den Geist barmherziger Liebe nicht erkalten“, wünscht sich Schwester Oberin Charlotte Schulze Bertelsbeck vom Orden der Barmherzigen Schwestern von den Viernheimern. Schwester Silvia und Schwester Mathilde hätten ihre Aufgabe im „Haus des Lebens“ vor mehr als 19 Jahren mit „brennendem Herzen“ begonnen und dank der Unterstützung der Viernheimer ihre Berufung auf spezielle Art und Weise leben können. „Sie hatten immer eine hohe Wertschätzung für die Schwestern“, bedankt sich die Oberin.

Die Gemeinschaft der Clemens-Schwestern befinde sich im Umbruch, die Zeit des aktiven Schaffens sei für die Ordensschwestern mit einem Altersdurchschnitt von mehr als 82 Jahren vorbei. „Man muss seine Arbeit und Werke in andere Hände geben“, erklärt Schwester Charlotte Schulze Bertelsbeck die neue Aufgabe von Silvia und Mathilde: Die Schwestern ziehen in ein Bildungshaus im Münsterland, nahe am Mutterhaus des Ordens.

Caritasdirektor blickt nach vorn

Bei der Verleihung der Ehrenmedaille an die Schwestern informiert die Gleichstellungsbeauftragte Maria Lauxen-Ulbrich über die Situation von Frauen in Not in Viernheim. „Über 7000 Gespräche haben wir in den vergangenen 30 Jahren geführt, über Familie, Ehe, Scheidung, Schwangerschaften. Die meisten drehten sich um Nöte der Frauen“, erklärt Maria Lauxen-Ulbrich die Gemeinsamkeit mit dem „Haus des Lebens“, Frauen in Notsituationen zu unterstützen. Den Schwestern bescheinigt die Gleichstellungsbeauftragte: „Was Sie hier geleistet haben, war nicht Arbeit gegen oder über, sondern Arbeit mit Frauen.“

Caritasdirektor Arno Funcke erläutert die Pläne zur Fortführung des „Haus des Lebens“ (wir berichteten). Anknüpfend an ein Projekt in Mörlenbach sollen junge Mütter und Familien im „Haus des Lebens“ eine Wohnmöglichkeit bekommen. su

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