Viernheim

Empfang Bürgermeister Baaß fordert Fastnachter des Clubs der Gemütlichen heraus / Quizfragen zur Prinzessin und kommunalpolitischen Themen

Selina I. erobert den Stadtschlüssel

Viernheim.„Ihr habt’s gemerkt – dafür gibt es im Stadtschlüsseltauglichkeitstest den ersten Punkt“, gratuliert Bürgermeister Matthias Baaß dem Club der Gemütlichen (CdG). Beim großen Stadtempfang für die Prinzessin prangt nämlich der falsche närrische Name auf der Leinwand. Selina I. kommt nicht, wie ihre Vorgängerin Jana, „aus närrischem Hause“, sondern stammt „aus dem Hause Ellemiller“. Den „Fauxpas“ verzeiht die Stadtprinzessin ihrem Ersten Sekretär aber, schließlich bekommt sie dafür den Stadtschlüssel.

Bevor allerdings der Verwaltungssitz vom CdG eingenommen wird, müssen weitere Punkte gesammelt werden. Der Auftritt der „Konfettis“ reicht da noch nicht aus. Die Garde mit den jüngsten Tänzerinnen tritt ferienbedingt etwas dezimiert auf, und auch wenn die Figuren damit nicht komplett getanzt werden können, gibt es viel Applaus für die Formation.

Der „Stadtschlüsseltauglichkeitstest“ des Bürgermeisters ist in zwei Teile unterteilt: Die Gemütlichen müssen ihre Kenntnisse zum Stadtgeschehen und ihr Wissen um die berufliche Qualifikation ihrer Lieblichkeit unter Beweis stellen. „Wer eine Stadtprinzessin hat, sollte wissen, was in der Stadt und bei der Prinzessin passiert“, meint Baaß. Selina I. arbeitet als Erzieherin, deshalb testet er, ob sich die Elferräte in ihren Alltag einfühlen können.

Für „Peter – Paul“ wird ein Stuhlkreis aufgebaut, Matthias Baaß bekommt fünf Mitspieler aus dem Elferrat. Gemeinsam klatschen sie erst mit den Händen auf die Oberschenkel, dann in die Hände und bewegen den rechten Daumen über die rechte und den linken Daumen über linke Schulter. Den Rhythmus üben die sechs Herren erst, dann kommt die Schwierigkeit: Mit der Bewegung der rechten Hand nennt man seinen Namen, bei der linken Hand einen Mitspieler, der dann an der Reihe ist.

Rhythmusgefühl gefragt

„Matthias – Steffen“, macht es der Bürgermeister vor. Mit dem Rhythmus und der Koordination haben die Elferräte alle Mühe, und das närrische Publikum kriegt sich vor Lachen kaum noch ein.

Für den CdG hat Matthias Baaß zudem Quizfragen vorbereitet – ganz aktuell zu den Müllgebührensätzen. „Früher, vor dem 1. Juli 2018, kostete eine 120-Liter-Restmülltonne 373,20 Euro im Jahr und eine 240-Liter-Tonne 676,20 Euro“, erklärt Baaß. Nun will er wissen, ob der ZAKB-Tarif teurer oder günstiger ist. Beide Male liegt der CdG-Elferrat richtig: Die 120-Liter-Tonne ist nur wenige Euro güngstiger, bei der größeren Tonne spart man fast 130 Euro.

Im zweiten Teil des heiteren Ratespiels geht es um die Kinderbetreuung. Knapp 1400 Tagesstättenplätze gibt es in Viernheim, dazu über 600 Grundschulbetreuungs- und Hortplätze. „Und wieviel Geld wendet die Stadt für diese über 2000 Plätze auf?“, will Baaß wissen. „Neun Millionen Euro“, antwortet Präsident Detlef Gläser sofort.

Wer so viel über Stadt und Prinzessin weiß, hat sich den Stadtschlüssel redlich verdient. Matthias Baaß überreicht den großen Schlüssel an die Stadtprinzessin. „Wir übernehmen die Macht“, bedankt sich Detlef Gläser für den „manuellen Zutritt“ zum Rathaus, das eigentlich elektronisch abgeriegelt wird.

An die „Regierungserklärung“ von Selina I. schließt sich die Verleihung des Jahresordens an Matthias Baaß, Simone Baaß und Rudolf Haas an. Den Schlusspunkt unter den Stadtempfang setzt das CdG-Tanzmariechen. Isabell Hinz stimmt die Besucher auf die närrischen Wochen ein – in der nun der CdG mit Selina I. aus dem Hause Ellemiller im Rathaus regiert.

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