Viernheim

Tierschutz Gefahr auf Straßen für Frösche, Kröten und Molche

Shuttle gesucht

Archivartikel

Viernheim.„Endlich spürt man den Frühling. Die Luft wird lauer, die Vögel zwitschern, der Boden wird wärmer, die Frühblüher strecken ihre Köpfchen aus dem Boden und die Amphibien wandern“, schreibt die Kompass-Umweltberatung in einer Pressemitteilung.

Der Wetterbericht hat Regen vorhergesagt – genau das sind ideale Amphibienwandertage. Ab ungefähr acht Grad plus und gern bei Regen, verlassen die Amphibien (Frösche, Kröten, Molche) ab der Abenddämmerung ihr Winterquartier und machen sich alleine oder auch mit einem Partner auf dem Rücken auf, in Richtung Wasser zu ihren angestammten Laichgewässern.

Männchen bleiben länger

Dort bleiben die Weibchen etwa ein bis zwei Wochen und verlassen nach dem Ablaichen das Gewässer, die Männchen bleiben meist noch mindestens ein bis zwei weitere Wochen länger dort, denn es könnte sich ja noch ein Weibchen finden.…

Sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg riskieren die Amphibien häufig ihr Leben, denn auf ihren Wanderwegen sind mitunter stark befahrene Autostraßen zu überqueren und da Amphibien nicht die allerschnellsten sind, kann das für die Tiere zum tödlichen Verhängnis werden.

Auch in Viernheim (Waldsee) wurden an den für die Amphibien gefährlichen Stellen entlang der L 3111, temporäre Amphibienschutzzäune errichtet – vom NABU Heppenheim mit großer Unterstützung der fleißigen Helfer des THW Viernheim und ebenso zahlreichen Helfern des NABU Mannheim.

Auf der straßenfernen Seite des Zauns sind Eimer ins Erdreich eingegraben, dort fallen die Amphibien hinein, bevor sie die Straße überqueren können. Aber damit ist natürlich nicht alles erledigt. Die Eimer müssen von den Helfern in der Hin- und Rückwanderzeit, meist März/April zweimal täglich (morgens und abends) regelmäßig kontrolliert und geleert werden. So bringen sie die Amphibien sicher über die Straße zum Laichgewässer.

Für die Viernheimer Amphibien macht sich derzeit der NABU Heppenheim stark. Die Aktiven werben mit einem Flyer „Prinzen suchen Shuttle-Service“ für ihre Aktion. Diesen möchten sie auch den Viernheimer Amphibien am Kreisel Robert-Bosch-Straße, Lorscher Weg, L 3111 (Waldsee) zukommen lassen. Unterstützt wird der NABU Heppenheim bisher von ein paar sehr engagierten Viernheimer Naturschützern, auch von Kompass und BUND, es werden aber noch dringend weitere Helfer gesucht. Für Neueinsteiger lohnt ein Blick auf die Homepage.nabu-heppenheim.de. und auf die Infoseitenabu-heppenheim.de/artenschutz/amphibien/informationen-für-neueinsteiger.

Interessierte melden sich bei der Ansprechpartnerin vom NABU, Silvia Fusch, E-Mail: amphibienwanderung@gmail.com. Sie koordiniert die Aktion. red

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