Viernheim

„Wir sind mehr“ Aktionsbündnis geht unter dem Motto „Demokratie und Menschenrechte“ am kommenden Sonntag auf die Straße

Signal für Respekt und Toleranz

Archivartikel

Viernheim.In Deutschland gibt es bekanntlich eine intensive Debatte über die zukünftige Ausrichtung der Republik. Davon bleibt natürlich auch Viernheim nicht verschont. Flagge zeigen will eine Allianz aus CDU, SPD, FDP, Grüne, St. HiMi, den Helping Hands, Pfadfinder, der KjG St. Michael, den Jusos, der JU, der Pfarrjugenden St. Michael, St. Hildegard und St. Marien, dem Ausländerbeirat und dem Lernmobil, die eine Veranstaltung zur Stärkung der Demokratie und der Menschenrechte vorbereitet hat.

Am kommenden Sonntag, 23. September, um 12 Uhr, geht es auf dem Apostelplatz mit kurzen Reden los, danach führt der Weg Richtung Bürgerhaus, wo die Veranstaltung mit weiteren Beiträgen und Musik ausklingen soll. „Wir rufen die Viernheimer auf, gemeinsam ein deutliches Zeichen der Zivilgesellschaft für Demokratie und Menschenrechte zu setzen. Nach dem Beginn mit Musik und Redebeiträgen machen sich die Teilnehmer auf den Weg durch die Ketteler- und die Lampertheimer Straße zum Bürgerhaus. Dort erinnern sie nochmal an die Bedeutung der Menschenrechte.

Fest der Begegnung

Im Anschluss ist ein Fest der Begegnung im Bürgerhaus mit weiteren musikalischen Beiträgen geplant“, schildert Mitinitiator Herbert Kohl grob den Ablauf. Es soll alles friedlich vonstatten gehen.

Es ist auch keine Demonstration gegen irgendetwas oder irgendjemanden, das Einstehen für bestimmte Werte steht im Vordergrund. Mittlerweile hat sich Zahl der teilnehmenden Organisationen quasi verdoppelt, denn Linke, Wohnen 60plus, die UBV, der KDFB, der Förderverein Nibelungenschule, die AvH-Schülerverwaltung, der Förderverein evangelischer Kirchenmusik, PfiVV, der DGB Viernheim, die DLRG, Makerspace und das Förderband sind ebenfalls mit im Boot.

„Sie alle kennen die schlimmen Vorgänge in Chemnitz und an vielen anderen Orten Deutschlands, wo Menschen pauschal aufgrund ihrer Nationalität oder Religion diskriminiert und verfolgt werden. Am Sonntag will die Allianz ein positives Signal für Menschenfreundlichkeit, Respekt und Toleranz setzen und ihren Stolz auf unsere Demokratie und der Achtung der Menschenrechte zum Ausdruck bringen“, so die Organisatoren, zu denen neben Herbert Kohl noch Dr. Brigitta Eckert vom Lernmobil und Muzaffer Karagöz, Vorsitzender des Ausländerbeirats, gehören. Um ein deutliches Zeichen zu setzen, benötigt die Allianz möglichst viele Menschen aus Viernheim. „Eine Stunde Zeit sollte es jedem Bürger wert sein, für die genannten Werte einzutreten“, hofft Kohl auf großen Zuspruch.

500 bunte Luftballons

Eigens für den Weg zum Bürgerhaus wurden 500 bunte Luftballons gekauft, die das positive Miteinander in Viernheim widerspiegeln sollen. Dazu kommen von Schulkindern gefertigte Plakate, auf denen die Aussagen zu sehen sein werden.

Für Dr. Brigitta Eckert hat die Teilnahme persönliche Motive: „Ich kenne Leute, die den Faschismus am eigenen Leib verspürt haben. Viele kennen nur die Zeiten mit offenen Grenzen und Reisefreiheit. An der Demokratie aktiv mitzuarbeiten, ist eigentlich für jeden Bürger Pflicht.“ Karagöz sieht es ähnlich: „Es wird Zeit, endlich einmal zu zeigen, was die Mehrheit denkt“.

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