Viernheim

Kirche I Pfarrgemeinderäte von Johannes XXIII. und St. HiMi tagen erstmals gemeinsam / Klausurtagung geplant

Sitzung „in guter Atmosphäre“

Archivartikel

Viernheim.Als „konstruktiv“ und als „guten Abend“ beschreiben verschiedene Verantwortliche übereinstimmend die erste gemeinsame Sitzung der Pfarrgemeinderäte der katholischen Pfarreien Johannes XXIII. und St. Hildegard-St. Michael. Seit Montag sind beide Gemeinden in einer Pfarrgruppe zusammengefasst. Bei der Sitzung im Pfarrer-Volk-Haus sollten daher Grundlagen für die nun notwendige Zusammenarbeit geschaffen werden.

Der Sitzung vorausgegangen war ein Treffen der beiden Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Jürgen Gutperle (St. HiMi) und Ursula Scheidel (Johannes XXIII.) mit Pfarrer Ronald Givens. Dieser hatte bisher nur die Gemeinde Johannes XXIII. geleitet und ist nun einziger Priester in der neuen Pfarrgruppe. Auch die anderen Hauptamtlichen sollen in Zukunft für ganz Viernheim zuständig sein.

Bei dem Treffen habe man auch einen Blick auf die Vergangenheit geworfen, berichtet Gutperle im Gespräch mit dem „Südhessen Moren“. Frühere Spannungen seien aber überwunden und man habe eine gemeinsame Basis für eine zukünftige Zusammenarbeit gefunden. Bei der Zusammenlegung von St. Marien und St. Aposteln zu einer Pfarrgruppe im Jahr 2007 und der Gründung der Pfarrei Johannes XXIII. im Jahr 2011 hatte es unter anderem zwischen Givens und Gutperle heftige Konflikte gegeben (wir berichteten).

Die Sitzung der Pfarrgemeinderäte sei dann „konstruktiv“ gewesen und in guter Atmosphäre verlaufen, berichtet Gutperle. Scheidel beschreibt die Stimmung als „wirklich gut“, wozu auch eine Vorstellungsrunde zu Beginn beigetragen habe. Und Pfarrer Givens drückt in einer auch auf den Internetseiten der beiden Pfarreien veröffentlichten Mitteilung seine Erleichterung darüber aus, „dass es ein guter Abend geworden ist“.

Versammlung der Jugendlichen

Gutperle und Scheidel zufolge sind bei der gemeinsamen Sitzung vor allem drei Punkte besprochen worden. So soll es nach den Sommerferien eine Arbeitsgruppe geben, die Vorschläge für eine dauerhafte Gottesdienstordnung erarbeitet. Eine vorläufige Gottesdienstordnung (siehe nebenstehender Artikel) tritt bereits ab Samstag, 6. Juli, in Kraft. Des Weiteren ist für den 17. August ein Klausurtag im Ludwigshafener Heinrich-Pesch-Haus geplant. Dabei sollen die Pfarrgemeinde- und Verwaltungsräte beider Gemeinden zusammenkommen.

Die Gremien der Pfarreien sollen zwar bis auf Weiteres unabhängig voneinander bleiben. Auch werden die Pfarrgemeinderäte im November noch getrennt gewählt. Bereits für die nächsten Sitzungen ist Gutperle zufolge aber geplant, dass beide Gremien gemeinsam tagen und nur einzelne Punkte getrennt besprochen werden. Auch würden sich die Wahlkommissionen wegen etwaiger Veröffentlichungen absprechen. Laut Scheidel soll es zudem eine gemeinsame Versammlung der Jugendlichen beider Gemeinden geben, bei der diese ihre Vertreter für die jeweiligen Pfarrgemeinderäte bestimmen.

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