Viernheim

Ausflug Jahrgang 1938/39 unternimmt Fahrt nach Seligenstadt und Miltenberg

Speisen wie einst Elvis

Viernheim.Zu Beginn seines Jubiläumsjahres startete der Jahrgang 1938/39 zu einer Tagesfahrt an den Main nach Seligenstadt und Miltenberg. Bevor Dieter Stern den Bus starten konnte, wurde der frisch gebackenen Jahrgangsangehörigen Erika zu ihrem 80. Geburtstag mit einem Ständchen gratuliert. Sicher ist es schön, diesen Tag mit Menschen zu begehen, mit denen man schon ein großes Stück des Lebensweges unterwegs war.

Von Saligunstat zu Seligenstadt

Flott ging die Fahrt vorbei an Frankfurt nach Seligenstadt, wo bereits zwei Stadtführer und inzwischen schönes Wetter auf die Reisegruppe aus Viernheim wartete. Die Historie Seligenstadts beginnt mit Einhard, dem engen Vertrauten von Karl dem Großen. Um 830 gründete Einhard ein Benediktinerkloster und baute eine imposante Wallfahrtskirche. Von den Wallfahrern, die zu der neuen Kultstätte pilgerten, erhielt der Ort seinen neuen Namen „Saligunstat“, heil und segenbringende Stätte. Die malerische Altstadt mit ihrem Rathaus aus dem Jahr 1823, den Marktplatz mit seinen reich verzierten Fachwerkhäusern, die zum Teil aus dem 16. und 18. Jahrhundert stammen – es gibt dort viel zu entdecken und zu bestaunen.

Das ehemalige Benediktinerkloster mit seinem schönen Klostergarten und Klostercafé war anschließend das Ziel der Ausflügler. Im barocken Saal, dem Winterrefektorium, mit seinem historischen Ambiente, wurde der Gruppe aus Viernheim ein leckeres Essen serviert. Hier war auch der passende Rahmen, dem mitgereisten Geburtstagskind zu gratulieren, sie hochleben zu lassen und auf ihre Gesundheit anzustoßen. Weiter ging die Fahrt, vorbei an Aschaffenburg, zum nächsten Ziel der Reise: Miltenberg der „Perle am Main“. Der idyllische Weinort begann seinen Aufstieg zum kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum gegen Ende des 12. Jahrhunderts als Zollstelle der Mainzer Kurfürsten.

Schifffahrt auf dem Main

Hat Viernheim im Stadtwappen ein Mainzer Rad, ist im Stadtwappen von Miltenberg das Mainzer Rad gleich zweimal abgebildet. Die günstige Lage zwischen Frankfurt und Nürnberg sowie dem Main als Wasserstraße bescherte dem Ort einen gewissen Reichtum, was man an wundervollen alten Fachwerkhäusern auch heute noch erkennen kann – besonders schön am Alten Marktplatz, auch Schnatterloch genannt. Natürlich durfte eine Schifffahrt auf dem Main nicht fehlen. Rund um das Mainknie, umgeben von den Bergen des Spessart zur einen und dem Odenwald zur anderen Seite, fließt der Fluss doch recht breit im Flussbett dahin. Im Anschluss folgte ein Besuch im ältesten Gasthaus Deutschlands. War das Haus früher die älteste Fürstenherberge, steht sie heute jedermann offen. Das Gasthaus „Zum Riesen“ durfte schon viele berühmte Persönlichkeiten bewirten: 1158 Kaiser Friedrich I. „Barbarossa“, 1368 Kaiser Karl den IV., 1518 Martin Luther sowie 1520 Albrecht Dürer, 1711 Kaiser Karl VI., 1959 Elvis Presley und nun schmeckte es auch dem Jahrgang 1938/39 aus Viernheim ausgezeichnet.

Seit 1816 gehört Miltenberg zu Bayern, somit erfolgte die Heimfahrt mit dem Bus durch den bayerischen Teil des Odenwalds, dann durch den hessischen Teil und bei Weinheim durch den badischen Teil. Der Jahrgangsvorsitzende Werner Bergmann dankte Irene Minich, Maria Reinhardt sowie Karl Haas für die Unterstützung, Dieter Stern für das sichere Fahren und allen Spendern, ohne die so ein Tag nicht so schön hätte stattfinden können. Dabei erinnerte er noch an die nächste Veranstaltung des Jahrgangs am 25. November im Bürgerhaus. red

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