Viernheim

Wettbewerbe 23 Viernheimer absolvieren Rennen über die olympische Distanz / Pedro Leischwitz seit 1984 immer im Ziel

Sportler mehrfach gefordert

Archivartikel

1155 Mal geht der Blick zur Endzeit auf der Stadionanzeige oder der Pulsuhr am Handgelenk, 1155 Mal sind die Athleten gespannt auf ihre Endplatzierung. Beim 36. Viernheimer V-Card-Triathlon-Wochenende kamen am Samstag 194 Athleten und 17 Staffeln beim Fitness-Triathlon, acht Paratriathleten, 96 Zweitliga- und 75 Regionalliga-Starter sowie 156 Nachwuchssportler ins Ziel. Am Sonntag erreichten 475 Einzelstarter, 22 Staffeln und 112 Liga-Athleten die Ziellinie im Viernheimer Waldstadion.

23 Viernheimer, 20 Männer und drei Frauen, nahmen am Triathlon über die olympische Distanz teil. Steffen Kundel war achtmal Stadtmeister geworden, ehe er aus Viernheim wegzog und Jahre seine Titelsammlung nicht erweitern konnte. Jetzt wieder in Viernheim, feierte er den neunten Sieg. Sein Nachfolger und Vorgänger Nico Honsowitz, Stadtmeister 2017 und 2018, war nicht am Start, dafür aber junge Athleten, die dem Seriensieger in den kommenden Jahren einen spannenden Kampf liefern werden.

Nina Heidemann verteidigte ihren Stadtmeistertitel nur knapp vor ihrer Mutter Silke. Die dritte Viernheimerin, Delia Blaess, war eine von vielen Athleten, die am Wochenende gleich mehrfach am Start waren. Delia fuhr als Guide von Lena Dieter zum deutschen Meistertitel. Die Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten der Stadtmeisterschaft, Jan Werner, Marius Manger und Matthias Thome, bestritten am Vortag das Rennen der Regionalliga-Mannschaft. Caroline Fey verhalf erst den Regionalliga-Mädels zum Sieg und bestritt dann den großen Triathlon-Wettkampf.

Auch Siegerin Lena Gottwald hatte einen Doppelstart und entschied mit ihrem Team aus Schongau den Wettkampf der 2. Bundesliga für sich. Rebecca Herschel, aus Viernheim und für Bensheim startend, wurde Dritte im Fitness-Triathlon am Samstag und war am Sonntag Mitglied einer Staffel. Den Sieg beim Fitness-Triathlon holten Cindy Friebel aus Götzing und Carlos Yela Diaz aus Rüsselsheim.

Lokale Staffeln gut platziert

Im Staffelwettbewerb belegte ein Team der Viernheimer Baugenossenschaft den zweiten Rang, die Mitarbeiter Christian Pallmann und Marco Kaufmann hatten sich den Ultra-Läufer Max Kirschbaum als Verstärkung ins Team geholt. Dritter wurden „The Flashs“ mit der Viernheimer Besetzung Rebecca Zemke, Joachim Zemke und Annika Leineweber.

Am Tag darauf beim Staffelrennen über die olympische Distanz landete eine Viernheimer Mannschaft ebenfalls auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung: Anna Dewald, Cengiz Abdul-Rahman und Dirk Dewald mussten sich nur zwei Firmenstaffeln von XXXL Lutz geschlagen geben.

Ein Dauerbrenner des Viernheimer Triathlons wurde vom Publikum besonders beklatscht. Pedro Leischwitz hat seit der Premiere 1984 noch niemals einen Wettkampf in Viernheim verpasst, musste niemals abbrechen oder aussteigen. Auch bei der 36. Auflage kam er ins Ziel und durfte sich über ein blaues Finishershirt freuen. Der Hockenheimer war allerdings nicht ganz fit und verpasste so einen Platz auf dem Treppchen in seiner Altersklasse.

Da gab es allerdings einige Viernheimer auf dem Podest. In der Altersklasse AK0 war keine Schneller als Nina Heidemann, die Bundesliga-Starterin Ursula Trützschler wurde Dritte in der AK1. Eine weitere Bundesliga-Starterin, Caroline Fey, siegte in der AK3. Silke Heidemann holte sich den Sieg in der MK50. Steffen Kundel war der Schnellste in der AK3, und Karlheinz Stumpf gewann die Wertung der MK65.

Beeindruckend waren auch die Zeiten in den einzelnen Disziplinen. Bester Schwimmer war Timo Hackenjos (15:34 Minuten), der nur zwei Sekunden vor Magnus Männer und Fabian Kraft aus dem Wasser stieg. Bei den Frauen war die schnellste Schwimmerin Lina Völker (17:31), die in der Gesamtwertung auf Platz drei landete. Auf dem Rad lag der spätere Sieger Frederic Funk mit 58:51 Minuten deutlich vor der Konkurrenz. Die schnellste Radzeit des Damenfeldes (1:07:02) ging wie im Vorjahr auf das Konto der späteren Zweitplatzierten Karoline Brüstle, die damit viel Boden gutmachte. Brüstle legte auch die schnellste Laufzeit (37:17) hin, bei den Männern war Paul Weindl, früher in der Jugend des TSV Amicitia, mit 33:23 Minuten der schnellste Läufer.

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