Viernheim

Ringen Athleten gelingt ein 15:15-Unentschieden / Geschwächte zweite Mannschaft verliert mit 16:22

SRC bietet Sport in allen Facetten

Viernheim.Irrer Sport, mitgehendes Publikum, zum Teil Niedergeschlagenheit, aber zum Schluss doch Spannung pur und letztendlich Freudentränen – das erwartete die Zuschauer in der Waldsporthalle. Zum einen bekam der polnische internationale Schwergewichtler des SRC von seinem Verband für dieses Wochenende keine Freigabe. Aber nicht genug damit, am Wettkampfmorgen kam obendrein die Hiobsbotschaft, dass auch noch der 98-Kilogramm-Mann wegen eines Trauerfalles ausfällt. Das heißt, acht Punkte herschenken, was in dieser Klasse fatal ist und ungemein an der Moral der Mannschaft nagen kann. Zwar stellte der Sportverantwortliche die Mannschaft voll, damit nicht von vornherein verloren wurde, was aber kein adäquater Ersatz war und obendrein die zweite Mannschaft für Wochen schwächt. Nichtsdestotrotz nahm die Mannschaft die Herausforderung an und gab mit einer „Jetzt-erst-recht-Reaktion“ auf der Matte ihr Bestes, unterstützt vom mitgehenden Publikum.

Verbissene Kämpfe

Für den SRC fing es auch gleich gut an. Horst Lehr, einer der Neuzugänge, machte mit seinem Gegenüber Nico Streule kurzen Prozess und gewann bereits nach zwei Minuten mit technischer Überlegenheit. Im Schwergewicht hatte Nachrücker Dennis Gunkel gegen den bärenstarken Michael Herzog nicht den Hauch einer Chance und verlor mit technischer Überlegenheit. Mirko Hilkert kämpfte gegen Svetlin Shindov verbissen, konnte die 0:5-Niederlage aber nicht abwenden. In der Klasse bis 98 Kilogramm kämpfte Sascha Niebler genauso vergebens wie sein Schwergewichtkollege. Markus Mickein fuhr hier auch einen Überlegenheitssieg ein. Somit stand es bereits 4:10 für Weitenau-Wieslet. Shyukri fand in keiner Phase des Kampfes zu einer nötigen Einstellung, und mit einem enormen Konditionsrückstand sah er sich zum Ende des Kampfes mit 1:10 im Rückstand. Dies brachte einen Pausenstand von 4:13 gegen den SRC. Noch war man aber frohen Mutes, den Kampf noch drehen zu können.

Comeback in erster Mannschaft

Nach der Pause feierte Sven Rauch sein Comeback in der ersten Mannschaft. Hierbei konnte er zwar keine Akzente setzen, aber seine Niederlage in Grenzen halten und den SRC weiter hoffen lassen. Neuer Stand: 4:15. Pascal Hilkert musste dann im Anschluss gegen den erprobten und sperrigen Simon Dürr antreten. Obwohl Pascal fast sechs Minuten den Kampf machte, wurde dies vom Kampfrichter nicht honoriert. So wurde Pascal sogar in der ersten Runde vom Kampfleiter wegen Passivität in die Bodenlage geschickt. In der zweiten Kampfhälfte legte Pascal dann noch mal etwas zu und konnte beim Stand von 1:1 den Sieg durch die letzte Wertung davontragen.

Matthias Schmidt, erst um 11 Uhr aus Brasilien von der Studenten-WM kommend (hier belegte er einen hervorragenden vierten Platz) in Frankfurt landete, musste in der Gewichtsklasse bis 80 Kilogramm im freien Stil gegen Luca Köpfer antreten. Aufgrund der destruktiven Ringweise von Köpfer, der natürlich die Niederlage so gering wie möglich halten sollte, hatte es Matthias sehr schwer, mit seinen Aktionen durchzukommen. Obwohl Matthias einen Elf-Stunden-Flug in den Knochen hatte, kämpfte er bis zum Ende und konnte den Kampf mit 8:2 und somit zwei zu null Mannschaftspunkten zu seinen Gunsten entscheiden.

Auf Angriff gehen

Beim Stand von 7:15 war aber auch klar, ein Sieg an diesem Abend konnte es nicht mehr geben, aber ein Unentschieden und somit ein Punkt in der Tabelle sind noch möglich. Somit lautete die Marschroute für die beiden Schlussringer Sebastian Schmidt und Florian Scheuer „total auf Angriff und volles Risiko“, denn nur durch zwei Schultersiege oder zwei Siege durch technische Überlegenheit konnte man noch einen Punkt holen. Sebastian Schmidt tat dann das, was er auf der Matte am besten kann, nämlich ringen. Sein Gegenüber Dennis Kronenberger wehrte sich zwar nach allen Regeln der Kunst, aber vergebens. Sebastian hatte auf alles eine Antwort und beendete den Kampf nach 4:37 Minuten vorzeitig mit technischer Überlegenheit. Nun war das Publikum hell-wach und witterte doch noch eine kleine Chance. Florian Scheuer musste nun das Unmögliche wahr-machen und gegen Stefan Kilchling ebenfalls eine Vier holen. Entsprechend ging Florian den Kampf an. Bis zur Pause sammelte er bereits neun Punkte. Nach der Pause machte er genauso weiter, beendete den Kampf unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer ebenfalls nach 4:30 Minuten mit technischer Überlegenheit und verhinderte damit eine Auftaktniederlage. Im Nachhinein wurde noch ein wenig in der Halle gefeiert und den beiden Hilkert-Brüdern um Mitternacht zum 21. Geburtstag gratuliert.

SRC Kids überzeugen

Vor dem Hauptkampf zeigten sich die SRC Kids von ihrer besten Seite und konnten die Vertretung des SVG Nieder-Liebersbach mit 28:17 besiegen. Hier konnten zum Sieg beitragen: Tyler Wiegandt, Matti Schietzold, Romy Michael, Nils Gerber, Cassandra Sauer, Felix Michael und Suzan Filiz. Mohamed Masaldzhi gewann seinen Kampf ebenfalls, war aber etwas zu schwer, und Maurice Tandler zeigte bei seiner 5:7-Niederlage einen beherzten Kampf. Berat Ganduor und Nico Filiz verloren auf Schulter und ein Kampf wurde kampflos abgegeben.

Die zweite Mannschaft, durch das Abstellen zweier Aktiver für die erste Mannschaft geschwächt, musste eine 16:22-Niederlage einstecken. Für die Punkte auf SRC-Seite waren verantwortlich: Finn Stromer, Felix Michael, Sebastian Jöck und Marco Schmidt, alle mit vier Punkten. Norman Balz, Samet Kocbay, Pascal Medelnick und Sebastian Bothe gaben alle vier Punkte ab. Marcel Purschke unterlag mit 0:2-Punkten, und eine Klasse war unbesetzt.

Am kommenden Samstag, 15. September, fährt der SRC-Bus nach Aichhalden bei Schramberg. Abfahrt ist um 15 Uhr. Hier hofft der SRC, dass das Team wieder vollständig ist. Wer die Mannschaft noch begleiten möchte, meldet sich bitte unter der Telefonnummer: 06204/16 08, es sind noch Plätze frei. Die zweite Mannschaft kämpft am gleichen Abend in Weingarten, die Schüler haben frei. red

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