Viernheim

Auftaktveranstaltung Kulturamtsleiter Horst Stephan präsentiert Konzept „Bürgerkommune braucht Bildung“

Stadt ruft zum Mitgestalten auf

Archivartikel

Viernheim.Die vielfältigen Bildungsangebote der Kommune zusammenführen und in einem gemeinsamen Programm veröffentlichen – das hat sich Horst Stephan, Leiter des Amts für Kultur, Bildung und Soziales, vorgenommen. Eingebunden werden sollen dabei Verwaltung, Vereine, Selbsthilfegruppen und Schulen. Was die Stadt mit dem Konzept „Bürgerkommune braucht Bildung“ beabsichtigt, erläuterte Stephan nun Ehrenamtlichen bei einer Infoveranstaltung im Ratssaal.

„Die Entwicklung des Formats braucht drei bis fünf Jahre“, ist sich Stephan sicher. Gleichwohl finden sich im Jahresprogramm 2019 der Volkshochschule, für die er auch verantwortlich ist, schon einige vielversprechende Ansätze. Im Bereich „Gesellschaft“ stellen neun Vereine, drei Selbsthilfegruppen und die Arbeitsgemeinschaft Viernheimer Hilfsorganisationen (AVH) ihre Angebote vor.

Die Idee für die Initiative geht Horst Stephan zufolge auf die in den Jahren 2015 und 2018 veranstalteten Monate des Ehrenamts zurück. Dabei wurde auf die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in der Stadt aufmerksam gemacht und ein Blick hinter die Kulissen der Viernheimer Vereine ermöglicht. Stephans Konzept zielt nun darauf ab, „den Monat des Ehrenamts zu verstetigen“. Die damaligen Projekte seien „sehr gut gelaufen“, außerdem hätten die Vereine von der damit verbundenen Werbung profitiert.

VHS-Programm als Plattform

Bürgermeister Matthias Baaß betonte bei seiner Begrüßung, es gelte, die Vereine zum Nutzen der Bürger in das Programm der Volkshochschule einzubinden. „Demokratie heißt mitgestalten“, lautete der Titel des Monats des Ehrenamts 2018. Genau diese Teilhabe der Bürger an der Gesellschaft will die Stadt nun weiter fördern. Horst Stephan strebt an, die Bildungsangebote von Volkshochschule, Vereinen, Selbsthilfegruppen, Hilfsorganisationen und Schulen zu bündeln. Darüber hinaus sollen Brundtland-Büro, Museum und Ordnungsamt eingebunden werden. Als Beispiele nannte er einzelne Angebote des aktuellen VHS-Programms: Informationen zu „Sicherheit im Alter“ des Vereins Wohnen 60plus, die Sturzprophylaxe des Demenznetzwerks, den „konsumkritischen Stadtrundgang“ des Eine-Welt-Kreises und den Vortrag „Zwei Frauen in Burkina Faso“ von Yaa Soma. Weitere Vereine, die regelmäßig Bildungsveranstaltungen anbieten, sind der Naturheilverein, Focus, die Siedlergemeinschaft oder der Fotoclub.

Einen breiteren Raum nehmen bereits heute die Schulungen von Ehrenamtlichen in Vereinsrecht, Rechnungsführung oder Präsentationstechniken ein. Stephan nennt dies eine „Koproduktion von Bildung. Denn wir stellen Bildung gemeinsam her.“ Die Zusammenfassung der jeweiligen Stärken werde den Vereinen zu neuen Mitgliedern verhelfen, betont der VHS-Leiter.

Im nächsten Schritt werden sich am Mittwoch, 10. Juli, die Amtsleiter der Viernheimer Stadtverwaltung mit dem Thema beschäftigen. Der Druck des neuen VHS-Programmhefts ist für Dezember geplant. Stephan wünscht sich, dass darin Präsentationen der Friedrich-Fröbel-Schule und der Alexander-von-Humboldt-Schule zu ihren pädagogischen Schwerpunkten und ein Vortrag über Europa enthalten sind.

Bei der anschließenden Diskussion ging es unter anderem um die Förderung von Bildungsprogrammen der Vereine und die Nutzung der sozialen Medien bei der Präsentation der Bildungsangebote. kos

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