Viernheim

Parlament I Neue Richtlinien zur Altkleidersammlung

Stadt will „Wildwuchs“ verhindern

Archivartikel

Viernheim.Richtlinien zur Containersammlung von Altkleidern hat die Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend einstimmig verabschiedet. Mit dem „Konzept aus einer Hand“ beabsichtigt die Kommune, „das über Jahre hinweg aufgebaute, sehr bewährte Sammelsystem zu bewahren“ und gegen „Wildwuchs“ vorzugehen.

Seit etwa 1990 übernehmen Malteser Hilfsdienst und Deutsches Rotes Kreuz die Altkleidersammlung und werden dabei von der Arbeitsgemeinschaft Viernheimer Hilfsorganisationen (AVH) sowie der Stadt unterstützt. Insgesamt gibt es 36 Container an 26 Sammelstellen im Stadtgebiet. Zu finden sind die Altkleiderbehälter auf Wertstoffsammelplätzen, auf denen auch die Altglascontainer stehen. Durch die Konzentration der Sammelstellen sei es für die AVH-Mitglieder leichter, sie zu überwachen und sauber zu halten, betont die Stadt.

Nach Angaben der Verwaltung ist der Markt für Altkleidersammler „undurchsichtig und das Geschäft lukrativ“. Dies habe zur Folge, „dass zum Teil unseriöse Sammelunternehmen mit Alttextilien schnelle Geschäfte machen“. Nicht brauchbare Waren würden häufig vor Ort zurückgelassen – „mit entsprechenden Nachteilen für das Stadtbild“. Zuletzt hätten immer mehr gewerbliche Sammler die Sondernutzung öffentlicher Flächen beantragt. Die befürchtete „massive Ausweitung“ der Standorte will die Stadt nun mit den Richtlinien verhindern. wk

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