Viernheim

Konzertreihe Jeanette Pitkevica stellt das Programm im 13. Veranstaltungsjahr vor / Auftakt am kommenden Sonntag

„Sterne der Musik“ leuchten auf

Archivartikel

Viernheim.Was als Provisorium begann, hat sich in zwölf Jahren zu einer kulturellen Institution in Viernheim entwickelt: die Konzertreihe der in Riga geborenen Solo-Geigerin Jeanette Pitkevica. Nun stellte sie zusammen mit Bürgermeister Matthias Baaß und Kulturamtsleiter Klaus Dieter Stöppel ihr Konzertprogramm für die Saison 2018/2019 vor.

Bürgermeister Baaß betonte, dass sich die Kammerkonzerte ungebrochener Beliebtheit beim Viernheimer Publikum erfreuen und dass es Jeanette Pitkevica immer wieder gelingt, durch neue Ideen ihr Publikum zu überraschen. So sei sie zu einer echten kulturellen Bereicherung für Viernheim geworden.

Auch für Klaus Dieter Stöppel hat die „Hexenmeisterin auf der Geige“ – wie sie schon bezeichnet wurde – wieder ein attraktives Programm zusammengestellt. Insbesondere ist es ihr Anliegen, in der diesjährigen Konzertreihe wegweisende und innovative Stücke für die Entwicklung der Musik vorzustellen. Ebenfalls will sie neben klassischen Stücken auch die Werke zeitgenössischer Komponisten bekannt machen.

Geige und Klarinette

Der Reigen beginnt am kommenden Sonntag, 23. September, 17 Uhr, in der Kulturscheune mit dem Konzert „Sterne der Musik“, das Jeanette Pitkevica zusammen mit dem langjährigen Soloklarinettisten am Mannheimer Nationaltheater, Nikolaus Friedrich, bestreitet.

Friedrichs Auftritte als Solist führten ihn mit namhaften Orchestern zusammen, wobei die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik einen besonderen Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit darstellte. Beide werden von der aus Usbekistan stammenden preisgekrönten Pianistin Gulnora Alimova am Klavier begleitet. Die „leuchtenden Sterne“ außergewöhnlicher Kompositionen fand Jeanette Pitkevica bei dem französischen Komponisten Claude Debussy (1862 bis 1918) sowie bei dem deutschen Komponisten Max Reger (1873 bis 1916). Hierdurch soll die Verzweigung der Musikrichtungen nach der Hochromantik (Johannes Brahms) in eine deutschen und in eine französische Richtung verdeutlicht werden.

Debussy hatte einen Stil, der die Musikgeschichte verändern sollte, indem er als „Zauberer der Klangfarben“ in sie einging. Gemäß Pitkevicas neuer Intention, soll weiterhin ein Stück des zeitgenössischen Komponisten, Wolfgang Rihm (geboren 1952), der 1985 einen Lehrstuhl für Komposition an der Musikhochschule Karlsruhe übernommen hatte, zur Aufführung kommen.

Gefördert wird dieses Konzert des südhessischen Kultursommers vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Wie immer dürfen sich die Zuhörer auf ein besonderes Weihnachtskonzert am zweiten Weihnachtsfeiertag in der evangelischen Auferstehungskirche am Berliner Ring freuen. Dieses Konzert für Violine und Orgel steht ganz im Zeichen von Antonio Vivaldis (1648 bis 1741) Orchesterwerk „Die vier Jahreszeiten“.

Unter dem Titel „Schicksale“ spielt das Nefesch-Trio (Jeanette Pitkevica, Violine; Daniela Müller-Setzer, Violoncello; Gulnora Alimova, Klavier) am 24. März 2019 in der Kulturscheune Werke von Robert Schumann und Johannes Brahms.

Hier soll durch den Titel auf des Dreiecksverhältnis Robert Schumann – Clara Schumann – Johannes Brahms und die tragischen letzten Lebensjahre Robert Schumanns angespielt werden. Ihren Abschluss findet die Konzertreihe am 7. Juli 2019 ebenfalls mit Werken von Robert Schumann unter dem Titel „Dichterliebe“. Hier wird neben dem Streicherquartett auch der Bariton Michael Roman zu hören sein.

Die Tatsache, dass sich ein treues und sehr musikverständiges Publikum zu diesen Konzerten zusammengefunden habe, spreche für das hohe Niveau dieser Reihe – so Bürgermeister Baaß. Für die Organisation und die Durchführung dankte er Jeanette Pitkevica und Klaus Dieter Stöppel ausdrücklich.

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