Viernheim

Jahrgang 1940/41 Mehrtägiger Ausflug an den Lago Maggiore / Landschaft des Verzascatals fasziniert Reiseteilnehmer

Südrand der Alpen erkundet

Viernheim.Der Jahrgang 1940/41 ist ein reisefreudiges Völkchen, das schon seit Jahren mehrtägige Ausflüge unternimmt. Zuletzt war der Lago Maggiore am Südrand der Alpen das Ziel einiger Mitglieder und Freunde. Hans-Jürgen Unger hatte erneut eine interessante Route und eine perfekte Unterkunft ausgewählt. Bei den Ausflügen lernten die Viernheimer Land und Leute kennen. Die Reisegruppe pendelte zwischen Italien und der Schweiz. Traumhaftes Wetter machten die Reise an den italienischen See zu einem besonderen Erlebnis.

Nach der Anfahrt über die Autobahn und durch den Gotthardtunnel gab es den ersten Kontakt mit dem Lago Maggiore auf der Schweizer Seite in Ascona. Ein Aufenthalt an der Seepromenade ermöglichte einen herrlichen Blick auf das blaue Wasser. Die Cafés luden zum Eisessen oder einem Espresso ein. Das Fünf-Sterne-Hotel „Villa-Carlotta“ in Belgirate war die Unterkunft.

Bootsfahrt zur Isola Bella

Am nächsten Tag brachten zwei Boote die Viernheimer Gruppe vom Hafen von Stresa zuerst auf die Isola Madre. Der Besichtigung des Borromeischen Palastes schloss sich ein Rundgang durch den botanischen Garten an. Ein besonderer Blick richtete sich auf die wunderschöne Parkanlage und die indischen Pfaue. Weiter ging es per Boot auf die Isola Bella, wo bei Vittoria das Mittagessen eingenommen wurde. Die Teilnehmer besichtigten den Palazzo Borromeo mit seinen eindrucksvollen Gärten. Im unteren Stockwerk befinden sich sechs Grotten, die mit Kies-Tuffstein-Stuckverzierungen und Marmor ausgeschmückt sind.

Am dritten Tag besuchten die Viernheimer den Ortasee und die Gemeinde Orta. Mit dem Trenino erreichten sie den Bootsanleger, um per Schiff auf die Insel San Guilio überzusetzen. Dort wurde die Kirche besichtigt und die Insel zu Fuß umrundet. In Orta leben heute noch 98 Benediktinerinnen in einem Kloster. Das mittelalterliche Dorf hat enge Gassen, einen heiligen Hügel und viele Kapellen, die dem Leben von S. Francesco d‘Assisi gewidmet sind, und wird auch das „Venedig ohne Wasser“ genannt. Im Verhältnis zum Lago Maggiore befindet man sich hier in einer Region der Ruhe und Ausgeglichenheit.

Bei der Fahrt nach Locarno ging es am Ufer entlang mit Blick auf das Castello di Cannero. Nach einem Picknick mit landestypischen Spezialitäten folgte eine Stadtführung durch die Altstadt. Natürlich durfte ein Abstecher zur berühmten Piazza – bekannt durch die Filmfestspiele – nicht fehlen. Ein Teil der Gruppe besuchte noch die Wallfahrtskirche Madonna del Sasso. Das Kloster liegt 370 Meter hoch.

In Erinnerung bleibt der Gruppe die Fahrt ins herrliche Verzascatal. Dieses ursprüngliche Tal mit der grandiosen Landschaft und dem grün schimmernden Fluss, der sich bei Tauchern großer Beliebtheit erfreut, ist von einem bezaubernden Smaragdgrün. Die harmonischen Häusergruppen aus Naturstein, dem Produkt der umliegenden Berge, scheinen in die Landschaft eingefügt. In Sonogno wurde noch die Kirche Madonna di Loreto besucht. Zum Mittagessen gab es in der Grotto Redorta eine Tessiner Platte, dazu einen süffigen Merlot.

Nach fünf Tagen hieß es schon wieder Abschiednehmen. Reiseleiter Hans-Jürgen Unger bedankte sich bei der Gruppe für die Teilnahme und die Harmonie während des Ausflugs.

Nach der Reise ist bekanntlich vor der Reise: Die Planungen für den nächsten Mehrtagesausflug haben schon begonnen. Im August kommenden Jahres soll es nach Schlesien und Polen gehen.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional