Viernheim

Musik Posaunenchor fördert junge Bläser

Syrus findet schon den richtigen Ton

Archivartikel

Viernheim.Der Evangelische Posaunenchor Viernheim setzt auf seine Jungbläser und hat seine Nachwuchsarbeit neu ausgerichtet. Eine Kostprobe gab es beim Stammtisch, zu dem der Förderverein Evangelische Kirchenmusik ins Gemeindezentrum der Christuskirchengemeinde eingeladen hatte.

Syrus ist erst seit kurzem bei den Jungbläsern, doch seiner Posaune entlockt er bereits Töne, die stimmen und richtig gut klingen. Er spielt auf einer sogenannten „early bird“. Das ist der Name einer Posaune, die speziell für Kinder ab sechs Jahren konstruiert wurde. „Es ist eine qualitativ hochwertige Posaune. Sie ist leicht und kindgerecht. Für ein Anfängerinstrument sind die 1750 Euro für die Anschaffung schon ein stolzer Preis“, meint Bernd Klärig, der Obmann des Posaunenchors. Finanziert wurde dieses Kinderinstrument von der Stiftung des Evangelischen Dekanats Bergstraße.

Professioneller Unterricht

Syrus und die anderen drei Jungbläser werden professionell unterrichtet. Dafür hat der Posaunenchor den Musiklehrer Sebastian Harras engagiert. Von seinen Schülerinnen und Schülern ist er überzeugt. „Das, was sie bereits in kurzer Zeit leisten, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.“ Das demonstrierten die vier Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll mit ihren einstudierten Stücken.

Der musikalische Leiter Jens Uhlenhoff setzt alles daran, dass die Jungbläser auch öffentlich auftreten können. „Bei Konzerten werden die Kinder in den Posaunenchor integriert, spielen aber auch eigene kindgerechte Stücke“. Die vier Jungbläser sollen erst der Anfang sein. Der Posaunenchor will weitere Kinder gewinnen und wirbt dafür unter anderem in Schulen. Gelernt werden können diverse Blasinstrumente – von der Tuba über Posaune und Trompete bis zu Tenor-, Flügel- oder Kuhlohorn.

Geschenk des Himmels

Finanziell unterstützt wird der Posaunenchor vom Förderverein Evangelische Kirchenmusik Viernheim. „Uns liegt besonders die musikalische Ausbildung der Kinder am Herzen und damit auch der Nachwuchs für den Posaunenchor, der mit seinem Konzept auf einem guten Weg ist“, betont der Vorsitzende des Fördervereins, Reinhart Baehr. Es gibt aber auch Unterstützung, die dem Posaunenchor wie ein Geschenk des Himmels vorkommen muss. Vor kurzem fuhr Thomas Blöcher, der jeweils mit einer halben Stelle Pfarrer in Lorsch und in Viernheim ist, mit einem Kleinbus beim Posaunenchor vor und lud zahlreiche Blasinstrumente aus. Sie stammten aus dem Fundus des Posaunenenchors in Lorsch, der sich aufgelöst hatte. Jetzt werden sie in Viernheim geblasen. red

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