Viernheim

Bildung Len D’Asseler gewinnt Vorlesewettbewerb der Albertus-Magnus-Schule / Jury bewertet zwei Vorträge

Textstellen mit Gänsehaut-Faktor

Viernheim.„Jetzt wird es spannend“, verspricht Schulleiterin Ursula Kubera. Gleich verrät sie die ersten drei Plätze des Vorlesewettbewerbs an der Albertus-Magnus-Schule (AMS). Die acht Teilnehmer aus den sechsten Klassen rutschen nervös auf den Stühlen hin und her und können es kaum abwarten zu erfahren, wer von der Jury die meisten Punkte bekommen hat.

Drei Schüler haben beim Vorlesen ein bisschen besser abgeschnitten als ihre Mitschüler. Der Sieger heißt Len D’Asseler, der Schüler aus der Klasse 6a gewinnt den Vorlesewettbewerb. Auf den weiteren Plätzen folgen mit Clara Jäger (Klasse 6b) und Sarah Kohl (6c) zwei Schülerinnen. Wer am Vorlesewettbewerb teilnimmt, das entscheiden die sechsten Klassen in einer Vorausscheidung. Sie schicken ihre zwei besten Vorleser in den Wettbewerb: Für die 6a lesen Len D’Asseler und Luisa Klee, die Klasse 6b vertreten Clara Jäger und Nicolas Denezkhin. Die 6c hatte Sarah Kohl und Felix Bugert ausgewählt, und für die Klasse 6d nehmen Diana Tesfazghi und Leo Hofmann die Bücher in die Hand.

Selbst ausgewähltes Buch

In der ersten Runde des Schulwettbewerbs dürfen die Schüler ein beliebiges Buch auswählen und daraus eine Textpassage vorlesen. „Ich habe viele Bände der „Drei Fragezeichen“ gelesen, und hier eine besonders spannende Textstelle gefunden“, stellt Sarah Kohl den Band „Im Zeichen der Schlange“ vor. Spannend ist auch das Buch von Clara Jäger: „Ich habe den Atem angehalten, als ich es gelesen habe“, erzählt sie von Enid Blytons „Insel der Abenteuer“. Und auch der Schulsieger liebt Bücher mit Gänsehaut-Faktor: „Es geht um zwei Kinder, die eine Geisterbahn testen sollen, aber die Geister sind echt“, fasst Len D’Asseler den Band „Endstation Gruseln“ aus der „Gänsehaut“-Reihe zusammen. „Den eigenen Text habt ihr alle prima gelesen“, lobt Ursula Kubera die acht Sechstklässler.

Für den zweiten Teil hat Deutschlehrerin Birgit Wollthan das gerade erschienene Jugendbuch „Haifischzähne“ von Anna Woltz ausgesucht. Das Vorlesen des unbekannten Texts, sofort und ohne jegliche Vorbereitung, ist für die Schüler eine große Herausforderung. Und obwohl die Geschichte eine eher ernste Handlung hat – ein Mädchen versucht, mit einer Radtour ums Ijsselmeer die schwere Krankheit der Mutter zu verarbeiten – gibt es lustige Momente: „Aus dem Büro des Schulleiters werden E-Mails verschickt mit einer Einladung zum Schul-Dating“, erzählt Schulsieger Len von der Stelle, als nicht nur die Vorleser, sondern auch die Jury lachen musste.

Die Jury besteht aus Schulleiterin Kubera, den Deutschlehrerinnen Violetta Claußen, Birgit Wollthan, Tanja Stöbe und Katharina Denk, Linh Pham von der SV, Elternvertreterin Gabriele Krause sowie Alexandra Kohm-Killat von der Buchhandlung Schwarz auf Weiß. Die Jurorinnen bewerten für beide Vorträge die Lesetechnik, Textgestaltung und Textverständnis und rechnen dann die Punkte zusammen – bis das Endergebnis vorliegt.

Die drei Erstplatzierten bekommen als erstes die Urkunden und dürfen sich die Buchpreise aussuchen. Sieger Len D’Asseler wird die AMS beim Kreisentscheid vertreten, auch wenn wegen der Corona-Einschränkungen noch nicht klar ist, wann und in welcher Form die nächste Runde stattfindet. Ursula Kubera drückt jetzt schon alle Daumen: „So einen Landessieger hätten wir auch mal gern.“

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