Viernheim

Friedrich-Fröbel-Schule Abschlussklassen im KZ Natzweiler-Sturthof / Hintergrundinformationen am Ort des Geschehens

Tiefgründiger Blick in dunkle Vergangenheit

Viernheim.Die vier Abschlussklassen 9a/b P und 10a/b M der Friedrich-Fröbel-Schule haben zusammen mit den Geschichts- und Klassenlehrkräften Frau Neuhäuser, Frau Schreck, Herr Joachim und Herr Neumann eine Reise in das sicher dunkelste Kapitel der deutschen Vergangenheit unternommen.

Nach einem kurzen Stopp in Straßburg ging die Fahrt in das in den Vogesen gelegene Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Dort angekommen, erhielten die Schülerinnen und der Schüler der anerkannten UNESCO-Projektschule Informationen über die Lebensbedingungen der dort inhaftierten Häftlinge.

Vorbereitung im Unterricht

Schon im Vorfeld der Fahrt – im Geschichtsunterricht – hatten sich die Schüler mit der Thematik des Nationalsozialismus und dessen Verbrechen auseinandergesetzt. Die Schüler waren sehr interessiert, konnten sich aber kaum vorstellen, was sie dort alles erwarten würde.

Erschreckende Einblicke

Vor Ort besichtigten sie den Kartoffelkeller und das Museumszentrum, danach ging es zum Eingangstor des ehemaligen Lagers, in dem rund 52 000 Häftlinge interniert waren. Von hier aus sah man schon sehr gut den Aufbau dieses Konzentrationslagers: Terrassenförmig waren die einzelnen Baracken aufgebaut, umgeben von Stacheldraht und acht Wachtürmen. Zu besichtigen waren noch das Krematorium, das Gefängnis und die Museumsbaracke.

Hier erhielten die Viernheimer Schüler einen tiefgründingen Einblick in die Grausamkeit und Unmenschlichkeit dieser Zeit – wie zum Beispiel in die medizinischen Experimente an Häftlingen und den Massenmord in Gaskammern – und konnten es zugleich kaum verstehen, wie Menschen anderen Menschen dies antun konnten. (geschrieben von Schülern der FFS).

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