Viernheim

Tropfen auf den heißen Stein

Archivartikel

Die Aktion „Vermiete doch an die Stadt!“ wird gut angenommen. Nach anfänglicher Skepsis haben sich immer mehr Vermieter gemeldet. Das ist eine positive Nachricht. Denn so wird nicht nur leerstehender Wohnraum genutzt. Mehr als 170 Menschen, die nur geringe Chancen auf dem freien Markt hätten, haben durch die Aktion schon eine Unterkunft gefunden. Dass das Konzept funktioniert, zeigt sich auch daran, dass verschiedene Städte und Gemeinden es übernehmen wollen.

Vergessen sollte man aber nicht, wer die Untermieter der Stadt sind. In den meisten Fällen handelt es sich um Flüchtlinge. Das wird wohl auch so bleiben, denn auf der Warteliste stehen noch rund 180 von ihnen. Diese Zahl entspricht ziemlich genau der der Wohnungssuchenden, denen in den letzten drei Jahren im Rahmen von „Vermiete doch an die Stadt!“ geholfen wurde.

Das ist, zusammen mit der Tatsache, dass auch andere Kommunen sich an Viernheim ein Beispiel nehmen, bezeichnend. In der Bundesrepublik gibt es noch immer keine langfristige Lösung für den Umgang mit vielen der in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge. So toll die Idee von „Vermiete doch an die Stadt!“ ist: Sie bleibt ein Tropfen auf den heißen Stein.

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