Viernheim

Handball Viernheim geht auf Bitten der Stadtverwaltung ein

TSV Amicitia startet später

Viernheim.Es sind nur noch wenige Tage bis zum Saisonstart in den Handball-Badenligen – und die Vereine haben ihre Hausaufgaben gemacht. Die Hygienekonzepte stehen, der Mehraufwand wird mit vereinten Kräften gestemmt. Auch beim TSV Amicitia Viernheim war man eigentlich bestens vorbereitet, war heiß auf den ersten Heimspieltag mit gleich acht Partien. Doch dann kam ein Anruf der Stadtverwaltung. „Wir wurden gebeten, ebenso wie die Ringer, unseren ersten Spieltag zu verlegen“, erklärt der Sportliche Leiter des TSV Amicitia, Ralf Schaal, der „selbstverständlich“ der Bitte nachkam: „Schließlich haben wir ein sehr gutes Verhältnis mit der Verwaltung und der Hintergrund war für uns ja auch offensichtlich.“

Grund sind die in den letzten Wochen stark angestiegenen Zahlen an Corona-Infektionen in der südhessischen Stadt. Viernheim wollte ein Zeichen setzen und dafür auch die Vereine mit ins Boot nehmen. „Es ist natürlich schade, dass wir nicht zu Hause in die Runde starten können, sondern dann erst am 26. September in Wiesloch, aber tragisch ist das auch nicht“, so Schaal.

Die Verlegung aller Partien in Viernheim vom ersten Spieltag war kein Problem, da der Badische Handball-Verband (BHV) seinen Vereinen ohnehin die Option offen hielt, die ersten beiden Partien zu einem anderen Termin auszutragen. „Hier zeigt sich der Verband sehr flexibel und das wird im Verlauf dieser Runde sicherlich auch nötig sein“, findet Schaal die bisherigen Entscheidungen und die Kommunikation des BHV sehr gut.

Blick nach Baden-Württemberg

„Bei uns in Viernheim hängen die zuletzt höheren – aber wirklich noch nicht dramatischen – Infektionszahlen offensichtlich mit dem Ende der Sommerferien und den Reiserückkehrern zusammen“, glaubt der Sportliche Leiter und richtet daher seinen Blick durchaus mit Sorgen nach Baden-Württemberg: „Es ist nicht auszuschließen, dass auch dort jetzt die Zahlen noch einmal steigen und entsprechend rechne ich durchaus noch mit einigen auch kurzfristigen Verlegungen“, so Schaal: „Es würde mich nicht wundern, wenn wir in der Saison einige Male donnerstags unser Abschlusstraining machen und dann freitags ein Spiel noch abgesagt wird. Es wird eine Saison werden, in der wir ein Höchstmaß an Flexibilität behalten müssen.“

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