Viernheim

Handball I Fast 150 Helfer beim 20. Helmut-Osada-Cup im Einsatz / Umzug in die Waldsporthalle als besondere Herausforderung

Turnier erinnert an Vorbild

Viernheim.Für spannende Handballspiele und sportliche Unterhaltung rund um die Rudolf-Harbig-Halle steht seit vielen Jahren der Helmut-Osada-Cup (HOC). Doch für die 20. Auflage am vergangenen Wochenende musste das Vorbereitungsturnier für Handball-Herrenmannschaften umziehen. Wegen der energetischen Sanierung der heimischen Halle wichen die Organisatoren des TSV Amicitia in die Waldsporthalle aus.

Der neue Austragungsort bedeutete für die Verantwortlichen eine Herausforderung. "In der Harbighalle weiß man eben, wo alles liegt und steht und seinen Platz hat, da haben wir unsere Routine", zeigte sich Abteilungsleiter Ralf Schaal, der mit Stellvertreter Jochen Hinz die Gesamtverantwortung für den 20. HOC trug, zunächst skeptisch. Doch dank der Unterstützung der Stadt Viernheim und vor allem der Hallenwarte war der vorübergehende Umzug der Viernheimer Handballer kein Problem.

Das Verbot, in der Halle Haftmittel einzusetzen, hatte die Stadt ausnahmsweise aufgehoben. Die Handballer nutzten eine spezielle Variante, um unschöne Flecken an den Holzwänden zu verhindern. Transparente, die schon für die sanierte Harbighalle angefertigt worden waren, zierten die Wände rund um das Spielfeld. "Alles läuft hervorragend", teilte Schaal schließlich mit.

Der Handballer-Biergarten wurde vor der Halle aufgebaut, große Schirme schützten zum Auftakt vor dem Regenwetter. Annette Seib kümmerte sich mit Monika Gutperle und Birgit Hoffmann um die Bewirtung, sie hatten das Speisen- und Getränkeangebot festgelegt. Bier, Wein und Erfrischungsgetränke wurden in der großen Gondel ausgeschenkt. Die Freiwillige Feuerwehr hatte der Handballabteilung ihre "Bruzzelkisch" zur Verfügung gestellt, in der Burger und Bratwurst gegrillt sowie Pommes frittiert wurden. Auch bei Auf- und Abbau, in der Spielleitung, an Cocktailstand, Kuchentheke, Bon- und Eintrittskasse waren drei Tage lang viele Helfer gefordert. "Ob aktive Spieler aus allen Mannschaften, Trainer und Betreuer, ob Eltern der Jugendspieler oder Ehemalige, ob Mitglied der Caro-Dancers oder des Fördervereins - jeder hilft und packt mit an", freute sich Jochen Hinz über die große Unterstützung. Pia Koob und Jaqueline Oehlschläger koordinierten den Einsatz und zählten am Ende genau 148 Helfer beim 20. Helmut-Osada-Cup.

Premiere im Jahr 1998

Der Vorzeigehandballer war am 24. Dezember 1997 gestorben, plötzlich und unerwartet. Nur ein paar Monate später richtete die Handballabteilung des TSV den ersten Helmut-Osada-Cup aus - zum Gedenken an den Rückraumspieler, Spielertrainer und Trainer der ersten Herrenmannschaft. Seit dieser HOC-Premiere 1998 gibt es nur zwei Vereine, die jedes Jahr teilgenommen haben, die beiden "Osada-Clubs" TSV Birkenau und TSV Amicitia Viernheim. "Anlässlich des 20. HOC wollten wir ein Einlagespiel der beiden Mannschaften von 1998 auf die Beine stellen", verriet Ralf Schaal. Aber die Birkenauer hätten kein komplettes Team zusammenbekommen. Die Viernheimer "Veteranen" gaben sich beim Osada-Cup also mit der Zuschauerrolle zufrieden. Die früheren Spieler Tobias Schrepp, Thomas Reisert, Marcus Seitz, Mark Schork und Carsten Föhr trafen sich im Biergarten mit dem damaligen Coach Milan Cerny und schwelgten in Erinnerungen an gemeinsame sportliche Erlebnisse.

Helmut Osada war zuletzt Trainer von zwei Jugendmannschaften. Viele seiner ehemaligen Schützlinge sind dem Verein heute noch verbunden, einige sind immer noch als Spieler aktiv. Und viele unterstützen die Handballer weiterhin als tatkräftige Helfer - nicht nur, aber vor allem auch beim Helmut-Osada-Cup.

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