Viernheim

Stadtparlament Verwaltung soll drei mögliche Standorte prüfen / SPD stößt Teilnahme am „Stadtradeln“ an

UBV setzt auf Versickerungsflächen

Archivartikel

Viernheim.Vier Fraktionen brachten in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Anträge und Anfragen ein. „Starker Regen hat in der jüngsten Zeit zu Engpässen bei der Versickerung geführt“, erklärte dabei Rolf Nordmann (UBV). Man habe zwar kleinere Versickerungsflächen im Stadtgebiet gebaut, die aber teilweise „den Verkehr beeinträchtigt“ hätten. Die UBV verspricht sich von größeren Maßnahmen den größeren Erfolg und möchte drei mögliche Standorte für weitere Anlagen prüfen lassen.

In der Nibelungenstraße/Wormser Straße soll der begrünte Mittelstreifen eventuell künftig als Versickerungsfläche dienen. An der Friedrich-Fröbel-Schule soll das Areal rund um das Schulgebäude auf den Prüfstand. Der Bolzplatz an der August-Bebel-Straße liege unterhalb des Straßenniveaus, so dass das Niederschlagswasser einfach umgeleitet werden könne zum Versickern, so die UBV. Unter den Stadtverordneten war zu dem Antrag keine weitere Aussprache nötig, er wurde als Prüfauftrag einstimmig an die Verwaltung gegeben. Im Wettbewerb gegeneinander, aber für den Klimaschutz – das steckt hinter dem Projekt „Stadtradeln“, das die SPD gern 2020 wieder in Viernheim durchführen möchte. 2010 hatte sich die Stadt schon einmal an der Kampagne zum Klimaschutz beteiligt.

Klimaschutz als Motivation

Drei Wochen lang sollen möglichst viele Viernheimer möglichst viele Kilometer auf dem Rad zurücklegen. „Klimaschutz ist natürlich eine Motivation, aber auch die eigene Fitness oder auch die Benzinkosteneinsparung“, nannte Sozialdemokrat Peter Neuß mehrere Vorteile der Aktion.

Manfred Winkenbach (Grüne) begrüßte die Idee, fügte aber hinzu: „Noch besser wäre es, dazu auch noch Radwege zu bauen.“ Bürgermeister Matthias Baaß entgegnete daraufhin: „Dann sollten Grüne sich mit ihrer Stimme klar dafür positionieren, dass die Stadt zu 750 000 Euro kommt.“ Baaß verwies damit auf die Enthaltung der Grünen bei der Abstimmung im Haupt- und Finanzausschuss, der sich mehrheitlich gegen die Absicht des Landes Hessen zur Neueinführung einer Heimat-Umlage aussprach (wir berichteten).

Von der CDU-Fraktion kam der Vorschlag, die Möglichkeit der kostenlosen Entsorgung von Windeln für Viernheimer anzubieten. „Junge Familien oder Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen haben schnell enorme Entsorgungskosten“, begründete Torben Kruhmann den Antrag. Die Stadt Heppenheim etwa habe einen Container bereitgestellt und zahle die Leerung. „Wir finden, dass das eine praktische Lösung wäre“, erklärte Kruhmann und bat darum, bei der Prüfung die realistischen Kosten für die Kommune zu ermitteln.

Darüber hinaus erbat sich die FDP-Fraktion von der Verwaltung nähere Informationen, wie die Zahlen für den Kindertagesstättenentwicklungsplan und damit der Bedarf an Plätzen ermittelt wird. Die Anfrage schloss sich an die Diskussion im Sozial- und Kulturausschuss an, in dem die aktuellen Zahlen auf der Tagesordnung standen. su

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