Viernheim

Hauptausschuss Zusätzliche Haushaltsmittel von 400 000 Euro erforderlich / Verwaltung weist auf Probleme bei Auftragsvergabe hin

Umbau der Post wird deutlich teurer

Viernheim.Der Umbau des ehemaligen Postgebäudes zur neuen Polizei-Unterkunft wird teurer als geplant. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses informierte die Verwaltung darüber, dass statt der ursprünglich veranschlagten 1,93 Millionen inzwischen mit 2,315 Millionen Euro kalkuliert wird. Damit der Bau nicht stillgelegt wird, sollen die Stadtverordneten nun weitere finanzielle Mittel bereitstellen. Dem Vorschlag der Verwaltung, im Finanzhaushalt 2018 an anderer Stelle angesetzte Mittel umzuwidmen, schlossen sich die Ausschussmitglieder mehrheitlich an.

Angeregt wurde außerdem eine Besichtigung der Baustelle: Möglicherweise können sich die Kommunalpolitiker in der kommenden Woche ein Bild vor Ort von den Umbaumaßnahmen machen, ehe dann die Stadtverordnetenversammlung endgültig über die zusätzlichen Mittel entscheidet. Reiner Schneider erklärte den Ausschussmitgliedern, wie es zur Kostensteigerung kommt. So habe sich vor allem die Vergabe der Gewerke als schwierig gestaltet. „Teilweise haben wir nach der öffentlichen Ausschreibung nicht ein einziges Angebot erhalten“, führte der Leiter des Bauverwaltungs- und Liegenschaftsamts aus. Die Folge daraus ist, dass Aufträge nach freier Verhandlung vergeben wurden und werden. Weil es sich bei dem Gebäude in der Kettelerstraße 6a zudem um einen „Sonderbau mit besonderen Anforderungen“ handele, sei ein erhöhter und damit teurerer Planungsaufwand in der Bauphase notwendig.

Auf die Nachfrage von Ausschussmitglied Christoph Winkler (CDU), ob man jeden Sonderwunsch der Polizei berücksichtigen müsse, stellte Reiner Schneider fest: „Die Polizei als künftiger Nutzer beteiligt sich nicht nur mit einem fest vereinbarten Zuschuss für den Umbau an den Kosten, sie finanziert auch ihre spezielle Sonderausstattung.“ Klaus Quarz (SPD) fasste zusammen: „Wir müssen damit leben, dass die Zahlen so sind wie sie sind.“

Fertigstellung verzögert sich

Durch die Einbindung verschiedener Dienststellen der Polizei, den umfassenderen Planungsaufwand und die Probleme bei der Auftragsvergabe hat sich auch der Zeitplan verzögert. Ursprünglich war die Übergabe an die Polizei für Oktober geplant, nach aktuellem Stand soll sie aber dennoch in diesem Jahr stattfinden. su

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