Viernheim

Pfarrei Johannes XXIII. Ehrenamtliche und Mitglieder der „Helping Hands“ entladen 13 Tonnen Holz vor Apostelkirche

Umbauaktion verbindet unterschiedliche Nationen

Archivartikel

Viernheim.Für den neuen, gut 850 Quadratmeter großen Boden in der Apostelkirche wurde das Holz angeliefert und musste von Hand entladen werden. Da das historische Mosaik vor dem Haupteingang nicht befahren werden darf, blieb nur diese arbeitsintensive Methode.

Ein Teil der ehrenamtlichen Helfer der Pfarrei hatte bereits schon Erfahrung. Denn die Balken für die Unterkonstruktion des Holzfußbodens wurden bereits geliefert. Schon da musste ein Lkw von Hand entladen und die langen Balken geschultert und getragen werden. Die zuständige Architektin für die Innenrenovation meinte schon bei dieser Aktion: „Wie machen Sie das nur, dass so viele Ehrenamtliche zur Stelle sind?“ Darauf Gerald Wohlfart, der für die Pfarrei die ganzen Arbeiten auf der Baustelle koordiniert und organisiert: „Das ist die Liebe zur Kirche und zur Pfarrei.“

Aber ohne die Hilfe der Truppe von „Helping Hands“ hätte man den Lkw nicht in gut anderthalb Stunden entladen können. Obwohl das Tragen schweißtreibend war, wurde viel gelacht: auf Syrisch, auf Iranisch, auf Afrikanisch, auf Schlesisch, auf Slowakisch, auf Deutsch und auf Vernemerisch. Die tragenden Schultern hatten jegliches Alter: von 20 bis 83 Jahren.

Bei der Wiedereröffnung der Apostelkirche wird die feiernde Gemeinde dann auf einem Boden, den junge und alte Menschen getragen haben, stehen. Solche, die hier in Viernheim geboren worden sind, solche, die nach dem Zweiten Weltkrieg hierher vertrieben wurden und solche, die vor Bürgerkrieg und Not hierher flüchteten. Die Apostelkirche wird am dritten Adventssonntag wieder geöffnet und am 20. Januar wird Bischof Peter Kohlgraf den neuen Altar weihen. red

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