Viernheim

Friedrich-Ebert-Straße Tatzeit in der Silvesternacht / Ordnungsamtsleiter rechnet mit einem Schaden zwischen 50 000 und 100 000 Euro

Unbekannte sprengen Radar-Messtürme auf

Archivartikel

Viernheim.„Mit einem normalen Kanonenschlag schafft man das nicht“, sagt Volker Klein im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“. Der Ordnungsamtsleiter: „Das ist kein Dummer-Jungenstreich, da geht es um die Verkehrssicherheit.“ Kleins Unmut richtet sich gegen unbekannte Täter, die in der Silvesternacht zwischen 1 und 1.15 Uhr die beiden stationären Geschwindigkeits-Messanlagen in der Friedrich-Ebert-Straße aufgesprengt haben. Für Hermann Wunderle, den Leiter der städtischen Pressestelle, steht fest, dass da welche „bedeutend mehr als ihr Mütchen gekühlt“ haben. Der Schaden ist erheblich.

Ordnungsamtsleiter Volker Klein rechnet mit Instandsetzungskosten von 50 000 bis 100 000 Euro. Einer der beiden Messtürme ist total zerstört worden, sozusagen „außer Funktion gesprengt“, der andere erheblich demoliert, aber noch funktionsfähig. Eine Messsäule dieser Art, die Eigentum der Firma Jen-Optik ist und von der Stadt Viernheim geleast wird, hat einen Wert von rund 130 000 Euro.

Polizei: Kein Silvesterscherz

Für die Polizei ist die Tat kein Silvesterscherz, sie ermittelt wegen schwerer Sachbeschädigung und sucht Zeugen. Sachdienliche Hinweise werden jederzeit entgegengenommen. Kontakt: Dezentrale Ermittlungsgruppe der Polizeistation Lampertheim-Viernheim. Wie genau die unbekannten Täter die im Jahr 2011 installierten Messanlagen aufgebrochen und dann das technische Innenleben mit sprengkräftigen Zündern, speziellen pyrotechnischen Sprengkörpern oder gewöhnlichen Böllern zerstört haben, wird zurzeit noch untersucht.

Ordnungsamt und Leasingfirma sind darum bemüht, dass der Schaden schnellstmöglich behoben wird und notwendige Geschwindigkeitsmessungen im Interesse der allgemeinen Verkehrssicherheit wieder durchgeführt werden können. Klein geht von einer Instandsetzungszeit von zwei Wochen aus. Die Überwachung gerade in diesem Streckenabschnitt der Friedrich-Ebert-Straße sei neben der Verkehrssicherheit auch in Bezug auf Lärm unabdingbar. Direkte Anwohner bestätigten immer wieder, dass sich der Verkehrslärm seit Einbau der beiden Messtürme tagsüber – insbesondere aber bei Nacht – erheblich reduziert habe.

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