Viernheim

Vernissage Große Gemälde und kleine Keramik im Kunstraum

Unberechenbare Werke

Viernheim.Bei der jüngsten Vernissage im Kunstraum Gerdi Gutperle erlebten die Besucher eine reiche Vielfalt künstlerischen Schaffens mit Exponaten aus Deutschland und aus Korea. Zu sehen gab es Bilder des Malers Marian Czura aus Darmstadt Keramikkostbarkeiten des Künstlers Sang Gil Yun aus Korea. „Die Kunst ist die wichtigste Freundin des Menschen. Sie ist Teil seiner Seele“ nannte Marian Czura als Anlass für sein künstlerisches Schaffen, das er bisher in 300 Bildern verwirklichte.

Autor und Produzent

Das jedoch ist nur ein Teil seines künstlerischen Engagements, denn er ist auch als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent von bedeutenden Spielfilmen aktiv. Der in Oberschlesien geborene Marian Czura erlernte das Malen bei einem Handwerksmeister, der im kommunistischen Polen eine katholische Kirche ausmalte. Die Besucher der Vernissage konnten viele meist großformatige Bilder bewundern. Diese sind in streng begrenzten Farbkombinationen nicht durchweg abstrakt, denn bei genauem Hinsehen und im Dialog mit diesen Exponaten stellt man fest, dass auf fast jedem der Bilder Personen, Landschaften oder Gegenstände zu sehen sind, Zeichen für die Vielfalt des Lebens, ein farbenprächtiges Panorama von berührenden und aufwühlenden Seelen-Landschaften. Auch Filme von Mariam Czura werden gezeigt, und zwar am 9. Mai „Er tanzte das Leben“ und am 11. Juni „Der Klang der Seele“, jeweils um 19 Uhr im Kunstraum.

Bei den Filmvorführungen wird der Künstler zugegen sein und für ein Gespräch mit dem Publikum bereitstehen. Die kleinsten Exponate der Ausstellung zeigt der koreanische Künstler Sang Gil Yun. Er kam eigens aus Korea nach Viernheim, um seine Arbeiten als Keramikmeister vorzustellen. Diese filigran gestalteten blau-weißen Keramiken nennt er „Feuergeschenke“, womit er zum Ausdruck bringt, dass das Brennen dieser kleinen Gegenstände die Voraussetzung für das Gelingen eines Kunstwerks ist.

Verbindung mit Gott

Es seien unberechenbare Werke – ein Zusammenspiel künstlerischen Einsatzes „in Verbindung mit Gott, dem Feuer, Bäumen und Wind“, wie der koreanische Wissenschaftler Gi-Woong Son einmal erläuterte. Für die kleinen blau-weißen Kunstgegenstände werden Preise von weit über 1000 Euro bezahlt. Die nun eröffnete Ausstellung ist bis zum 14. Juli zu sehen. Ab September wird im Kunstraum eine Ausstellung der Fotografin Beatrice Harder, geb. Gutperle gezeigt, bei der auch Keramiken von Gerdi Gutperle zu sehen sein werden. HT

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