Viernheim

Feriendomizil Kleine Forscher beschäftigen sich beim Experimentetag mit dem Wikinger Naddoddur / Abschluss heute um 15.30 Uhr

Unterwasservulkan fasziniert Kinder

Viernheim."Bestimmt fließt das Wasser aus der Flasche", vermutet ein Mädchen, als sie den ersten Versuch starten: Vorsichtig füllen die Kinder ein kleines Fläschchen mit heißem, rotgefärbtem Wasser und tauchen es vorsichtig in ein großes Gefäß mit kaltem Wasser. Und tatsächlich: Die rote Flüssigkeit steigt langsam aus der Flasche und wirbelt durch das klare kalte Wasser.

Anhand dieses kurzen Experiments verstehen die Mädchen und Jungen im Feriendomizil, wie ein Unterwasservulkan funktioniert. Der Experimente-Tag zum Thema Vulkanismus gehört zur Woche der Wikinger, der Riesen und Island.

Die 62 Teilnehmer der vierten Betreuungswoche erleben die Abenteuer mit dem Wikinger Naddoddur, der eine Insel entdeckt, mit Wassersäulen, die aus der Erde schießen und Bergen, die eine seltsame Flüssigkeit ausspucken. Und die Kinder gehen den Geheimnissen des seltsamen Lands nach. Zuerst staffieren sie sich wie Wikinger aus, dann bauen sie sich Wikingerboote und suchen am beim Ausflug ans Felsenmeer nach den sagenhaften Riesen, Kobolden, Feen und Elfen.

Naturphänomene Islands

Um die Naturphänomene Islands zu untersuchen, haben sich Anne Knapp, Sabine Ruth und Christian Stumpf von der Jugendförderung professionelle Unterstützung geholt. Alfred Sibla und Anne Meyer von "two4science" kommen mit Vulkanismus-Experimenten in den Treff im Bahnhof.

Die Bildungsinitiative aus Darmstadt kommt schon - dank der Unterstützung durch den Lions Club - seit drei Jahren zum Herbstdomizil. Der Verband Chemische Industrie (VCI) hat jetzt eine weitere Kooperation für den Sommer ermöglicht. "Uns ist es wichtig, bei Kindern das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken", begründet Gregor Disson das Engagement der VCI. Man habe so in den vergangenen zwölf Jahren mehr als 5000 Kinder in knapp 300 Veranstaltungen erreichen können, erzählt Disson.

Und auch bei den Viernheimer Fedo-Kindern ist das Interesse an den Experimenten riesengroß. Kaum haben sie die Schutzbrillen auf der Nase, geht es los mit dem Unterwasservulkan.

Schritt für Schritt führen sie das Experiment durch und passen genau auf, wie sich das rotgefärbte Wasser verhält. Weil Vulkane sich ja irgendwann durch die Wasseroberfläche gedrückt haben, dürfen die Mädchen und Jungen auch einen eigenen Vulkan bauen. "Je größer die Öffnung ist, desto langsamer fließt die Lava", gibt Alfred Sibla noch einen Tipp, ehe sich die Kinder auf die Knetmasse stürzen. Während die einen sich deshalb schon genau überlegen, wie breit und hoch sie ihr Vulkanmodell bauen, sortieren die anderen erstmal die bunte Knete: "Wir fangen dunkel an und werden nach oben immer heller", kneten die Kinder ihren Vulkan.

Schäumende Lava

Ein Gemisch aus Backpulver, Natron, Essig, Zitronensaft und Spülmittel wird dann oben in den Schlot gefüllt - und es dauert gar nicht lange, bis der kleine Vulkan tatsächlich "ausbricht" und schäumende Lava produziert.

Weil es in Island aber nicht nur Vulkane gibt, sondern auch Löcher, aus denen Wasser hochspritzt, wird natürlich auch ein Geysir-Experiment durchgeführt.

Für den bekannten Cola-Mentos-Vulkan gehen die Kinder nach draußen - und staunen über die große Cola-Fontäne. Was sonst ziemlich klebrig endet, hinterlässt diesmal gar keine Spuren - das Regenwasser spült den Cola-Geysir einfach weg.

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