Viernheim

Bildung Albertus-Magnus-Schule ehrt erfolgreiche Sportler, Mathe-Asse und Fremdsprachen-Schüler / Fußballerin aus Viernheim steht im Jugend-Nationalkader

Urkunden und Präsente für die Besten

Archivartikel

Viernheim.„Wie hüpft ein Känguru, wenn es nicht in Australien ist, sondern bei uns an der Schule im Mathematikunterricht?“ Die Frage von Schulleiterin Ursula Kubera wird beim Ehrungsabend der Albertus-Magnus-Schule (AMS) beantwortet. Einmal im Jahr ehrt das bischöfliche Gymnasium seine besten Schüler für die Erfolge im vergangenen Jahr – Mathematiker mit hellen Köpfchen, sprachbegabte Schüler, Sportler mit Siegeswille oder diejenigen, die sich für ihre Mitschüler einsetzen.

„Die Schüler bringen etwas, was manchmal nicht unbedingt zum Unterricht gehört“, ist die Schulleiterin stolz auf Engagement und Leistungen. Musikalisch umrahmt wird der Ehrungsabend von Sophia Kramer am Klavier, Richard Scharf mit dem Akkordeon, Finn Sprenger und Natalja Timer an der Gitarre.

Traditionell eröffnet die Fachschaft Mathematik den Reigen der Ehrungen, die Lehrer verteilen Urkunden und Präsente. Eric Bastuck erklärt, was beim Känguru-Wettbewerb gefordert ist: „Es sind 24 Knobelaufgaben, für die es fünf verschiedene Antwortmöglichkeiten gibt.“ Im Mathematikwettbewerb der Jahrgangsstufe acht kamen die drei Schulsieger aus einer Klasse. An der Mathematik-Olympiade dürfen die schlauen Köpfe freiwillig teilnehmen. Nach einer ersten Runde „Hausaufgabe“ folgt eine vierstündige Arbeit in der Schule.

Triathleten im Landesentscheid

Thomas Riederer nahm an der Physik-Olympiade teil. „Das ist ein bisschen schwieriger, weil man noch mehr Wissen wie die Formeln braucht“, schätzt der Abiturient ein. Den „Tag der Mathematik“ verbrachten vier Zwölftklässler an einem Samstag mit viel Rechnen einzeln und in der Gruppe.

Um Zahlen geht es auch bei der Ermittlung der Schulsieger bei den Bundesjugendspielen, wenn man die Punkte aus Zeiten und Weiten in Relation zum Geburtsjahrgang setzt. Und da gab es zwei Premieren: Noch nie hatten die beiden besten Jungs den gleichen Faktor und lagen so dicht beieinander. „Sie trennt fünf Zentimeter im Weitsprung“, hat Fachsprecher Uwe Beck umgerechnet. Zwei Schulmannschaften haben beim Landesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ die Fahrt zum Bundesfinale verpasst, aber den zweiten Platz in Hessen errungen.

Das neu zusammengestellte Triathlon-Schulteam musste sich beim Landesentscheid knapp einer Sportschule geschlagen geben. Die Fußballmädchen der Wettkampfklasse III kamen nach zwei dritten Plätzen in den Vorjahren diesmal ins Finale. Aber im Endspiel war die Sportschule Frankfurt zu gut für die Viernheimer Mädchen. 2019 stehen gleich zwei Schulmannschaften schon im Regionalentscheid und wollen den Sprung ins Landesfinale.

Für ihren sportlichen Erfolg außerhalb der Schule ehrt die AMS vier Nachwuchstalente. Zoe Reiser und Sophie Seitz stehen gemeinsam im Karate-Nationalkader. Klara von Allwörden ist Kanusportlerin, hat erst vor dreieinhalb Jahren damit begonnen und inzwischen viele Medaillen gesammelt. Zur ersten Fußball-Nationalspielerin Viernheims hat es Linette Hofmann gebracht. „Wenn ich mal kein Training habe, spiele ich trotzdem Fußball“, verrät die Neuntklässlerin.

Auch sprachliche Erfolge haben die AMSeln vorzuweisen. Beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen holte sich Natalja Timer den ersten Platz. Die DELF-AG haben die Teilnehmer mit dem Sprachzertifikat „Diplôme d’études de langue francaise“ (DELF) abgeschlossen, Lara Polanowski erzielte dabei den besten Abschluss. Am Ende sagt übernehmen Sandra Wunder und Thomas Klauder vom Förderverein die Bühne und danken vier angehenden Abiturienten für ehrenamtliches Engagement in der Schule. Tim Achilles ist seit der fünften Klasse in der Schülervertretung engagiert und betreut die SV-Finanzen. Kavara Demir gehört seit der achten Klasse zum Schulsprecherteam. Lena Minich und Seline Rost sind ebenfalls seit Jahren in der SV. Ihr Engagement verstehen alle vier so: „Wir sind das Bindeglied zur Schule. Wir sind aber nicht nur für die lustigen Veranstaltungen zuständig, sondern auch bei Problemen für alle Schüler da.“

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