Viernheim

Mitgliederversammlung FDP-Ortsverband zieht Bilanz / Konzept des Fahrradclubs

Verkehrswende im Blick

Viernheim.Eine Präsentation des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), verschiedene kommunalpolitische Themen sowie der Landtagswahlkampf standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung, zu der der FDP-Ortsverband in das Restaurant „Cavallo d’Argento“ eingeladen hatte.

Wie auch den anderen Fraktionen der Viernheimer Stadtverordnetenversammlung stellten Günter Aufdermauer und Andreas Vondung als Vertreter der ADFC-Ortsgruppe das Konzept „Verkehrswende in Viernheim“ vor. Es beruht auf drei Säulen: auf dem Carsharing, dem Radverkehr und dem politischen Willen, all’ dies zu fördern.

Die Referenten bezeichneten Viernheim als ideale Fahrradstadt. Gründe seien unter anderem das kompakte Stadtgebiet mit seiner ebenen Topografie sowie der geringe Lkw-Verkehr. Zudem sei fast flächendeckend Tempo 30 im Stadtgebiet vorgeschrieben. Somit weise die Stadt ein „hohes Verlagerungspotenzial“ vom Auto zum Fahrrad auf. Neue Elektro-Fahrräder ermöglichten zudem einen größeren Aktionsradius für Fahrradfahrer, so dass auch die tägliche Fahrt zum Arbeitsplatz damit attraktiv werde.

Konkret schlägt die ADFC-Ortsgruppe fünf Maßnahmen in Viernheim vor. Alle Einbahnstraßen sollen für den Fahrradverkehr geöffnet werden. Rathausstraße und Lorscher Straße gelte es, zu Fahrradstraßen umzuwandeln. Darüber hinaus sollen nach Vorstellung der Ortsgruppe die Friedrich-Ebert-Straße sowie der Alte Weinheimer Weg umgestaltet werden und ein Kreisel an der Umgehungsstraße West – in Höhe des Poco-Einrichtungsmarkts – errichtet werden. Ortsverbandsvorsitzender Bernhard Kammer betonte, die FDP wolle den Radverkehr gerne unterstützen, dabei aber kein Verkehrsmittel gegen ein anderes ausspielen. Die Verkehrswende zu erzwingen, komme nicht in Frage, so Kammer.

Landtagskandidatin stellt sich vor

Zu Gast bei der Mitgliederversammlung war die Landtagskandidatin der FDP für den Wahlkreis Bergstraße-West, Stefanie Teufel. Sie lebt in Lampertheim und ist bei einem Baukonzern beschäftigt, der sich auf die Errichtung und Sanierung von Schulen spezialisiert hat. Die Großhandelskauffrau und studierte Betriebswirtin ist Mitglied des Landesfachausschusses für Finanzen der FDP und fährt in ihrer Freizeit gerne Motorrad. Die Landtagskandidatin sieht die Entbürokratisierung des Staatsapparates und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums beziehungsweise die Erhöhung der Quote an Wohneigentum als die dringlichsten Aufgaben für die Zukunft. Steigende Mieten sollen nach ihrer Vorstellung möglicherweise durch eine Erhöhung des Wohngeldes ausgeglichen werden. In der Frage der Migration schwebt Stefanie Teufel ein „bedarfsgerechtes Einwanderungsgesetz“ vor.

Auch die Lokalpolitik spielte bei der Sitzung eine wichtige Rolle. Laut Kammer besteht etwa noch Diskussionsbedarf innerhalb der FDP bezüglich des künftigen Einbahnstraßensystems in der Innenstadt. Das System soll zunächst für die Probephase von einem Jahr eingeführt werden. kos

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