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Viernheim

Reise Einblicke in die Arbeit einer Seehundrettungsstation / Jubiläumsfahrt des Jahrgangs 47/48

Viernheimer erkunden Ostfriesland

Viernheim.Zwei Jahre ist es her, dass der Jahrgang 47/48 überlegte, wohin die Jubiläumsfahrt gehen sollte. Und jetzt war es jetzt soweit: Die Reise ging nach Osfriesland, wo Waltraud und Peter Jungwirt einige Jahre gelebt hatten. Diese hatten auch den Reiseplan ausgearbeitet und unterwegs wirkten sie als Reiseleiter mit vielen Informationen und Erlebnissen aus ihrer Ostfriesen-Zeit. Nach einer ruhigen, circa acht Stunden dauernden Fahrt kamen die 42 Teilnehmer in ihrem Hotel in Emden an. Nach dem Drei-Gänge-Abendessen ging es bei sommerlichen Temperaturen gleich auf einen kleinen Spaziergang durch das Gebiet „Am Neuen Delft“ über die Eisenbahnbrücke zum Hafentor, Ratsdelft, „Otto-Huus“, Rathaus und zurück zum Hotel. Anders als geplant blieb es leider aufgrund der hohen sommerlichen Temperaturen auch bei diesem einzigen gemeinsamen Spaziergang in Emden.

Bootsfahrt durch Emder Grachten

Der zweite Tag begann morgens bei Sonnenschein mit einer von der Tourist-Info begleiteten Busfahrt „Emden und mehr“. Die Fahrt führte unter anderem zur Kesselschleuse, zur PKW-Verladung im Auto-Port, zum Schöpfwerk an der Knock, zu einem kurzen Besuch im Warfendorf Rysum mit der ältesten bespielbaren Orgel Europas in der Kirche und endete mit einer kurzen Mittagspause an einem Fischimbiss an der Emder Ratsdelft. Am Nachmittag stand eine zweistündige Boostfahrt durch die Emder Grachten an. Ein „Viernheimer Abend“ mit Vorträgen machte den Tag rund.

Werftbesichtigung

Ein zweistündiger Besuch der Meyer-Werft stand am nächsten Tag auf dem Programm. Dabei wurde die Gruppe von einer schlagfertigen Gästeführerin durch das 2015 erneuerte Besucherzentrum geführt. Im großen Baudock (504 Meter lang und 60 Meter hoch), das von der Besuchergalerie eingesehen werden kann, wird zur Zeit die „AIDAnova“ für 5200 Passagiere und 1650 Mann Besatzung gebaut. Im August wird sie ausgedockt und im September zum Endausbau nach Eemshaven überführt werden.

Am regnerischen und windigen dritten Tag ging es vormittags mit dem Katamaran nach Borkum, wo gegen Mittag der Regen aufhörte und etwas später auch die Wolken aufrissen. In Kleingruppen und individuell erkundete man die Insel, die Geschäfte und Restaurants. Gut durchgepustet wurde spätnachmittags mit der Fähre dann die Rückfahrt nach Emden angetreten.

Der vorletzte Reisetag zeigte sich vormittags noch von seiner kühlen Seite. Mit dem Bus fuhr die Gruppe zur Seehundestation in Norddeich, sah dort nach einer Einführung durch eine junge Praktikantin einen Film über die Arbeit der Station und erlebte anschließend eine Seehundefütterung. Auch wenn aufgrund der großen Besuchszahl nicht jeder einen optimalen Blick auf die Seehunde hatte, waren alle von der Arbeit in der Seehundestation, die nur von Spenden lebt, beeindruckt.

Mut gefordert

Zur Mittagspause fuhr die Gruppe weiter nach Greetsiel und von dort aus zum Otto-Leuchtturm bei Pilsum. Nach einem kurzen sonnigen Fotostopp ging es weiter nach Rysum zur „Teetied mit Krintstuut“ bei der IG Rysum im Müllerhaus. Nur ein paar Wagemutige trauten sich die steilen Holztreppen der Mühle hoch, um von der Galerie aus einen wunderschönen Rundblick in die Krummhörn zu genießen.

Viel zu schnell war der letzte Reisetag dann rum, an dem es zum Abschluss ein besonderes ostfriesisches Essen gab: Sniertjebraa. Und auch dieses Gericht mit Schweinebraten, eingelegtem Kürbis, Rote Bete und Zuckergurken hat den Hessen geschmeckt. Danach musste gepackt werden und am darauf folgenden Tag wurde die Gruppe von ihrem Busfahrer wieder wohlbehalten nach Viernheim gebracht. Das allgemeine Fazit der Reisenden lautet: Ostfriesland und die Nordsee sind eine Reise wert – und die Woche ging viel zu schnell herum. red

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