Viernheim

Sicherheit Drei weitere Mitarbeiter leisten Freiwilligen Polizeidienst im Stadtgebiet / Stationsleiter und Ordnungsamt ziehen positive Zwischenbilanz

„Viernheimer sind froh über die Helfer“

Archivartikel

Viernheim.„Die Anzahl der Augen und Ohren wurde noch mal erhöht.“ Erster Stadtrat Bastian Kempf freut sich, dass drei neue freiwillige Polizeihelfer ihren Dienst aufnehmen. Michael Culbertson, Matthias Senf und Michael Barbieri verstärken das nun 13-köpfige Team.

„Ich wäre gern zur Polizei gegangen, was aus unterschiedlichen Gründen nicht funktioniert hat“, erzählt Michael Culbertson. Er hat beruflich erst andere Wege gewählt und jetzt die Chance als freiwilliger Polizeihelfer ergriffen. Matthias Senf kannte das Modell schon: „Im Bekanntenkreis habe ich von dieser interessanten Aufgabe erfahren“, sagt er und hat sich daraufhin beworben. „Ich will versuchen, den Bürgern zu helfen“, beschreibt Michael Barbieri seine Motivation für die nebenberufliche Tätigkeit.

Kritische Haltung zu Beginn

„Der Freiwillige Polizeidienst ist wirklich eine Verstärkung des Polizeivollzugsdienstes“, betont Matthias Seltenreich. Der Leiter der Polizeistation Lampertheim-Viernheim gibt zu, dass er vor 15 Jahren dem Modell kritisch gegenüber stand. „Aber keines der Szenarien, die ich mir so ausgemalt hatte, ist eingetreten. Der Freiwillige Polizeidienst bedeutet keine Mehrarbeit, sondern eine Entlastung für die Dienststelle“, betont der Erste Polizeihauptkommissar und möchte die zusätzlichen Kollegen nicht mehr missen.

Karlheinz Utikal als Schutzmann vor Ort bestätigt den positiven Eindruck, den die Ehrenamtlichen in Viernheim hinterlassen. „Die Bürger sind froh, wenn sie die Polizeihelfer sehen“, weiß er aus Gesprächen mit den Viernheimern. Die Polizeihelfer werden bei monatlichen Dienstversammlungen für den Folgemonat in die Schichtpläne eingeteilt, die Einteilung ist dabei völlig flexibel.

Von ihren Tätigkeiten und Streifengängen werden ausführliche Protokolle angefertigt. Wenn die Polizeihelfer nicht weiterkommen oder auch nicht einschreiten können und dürfen, werden die Dienststelle und die Kollegen der Polizei verständigt.

Weitere Aufgaben sind die Begleitung von Umzügen wie an St. Martin oder Prozessionen der Kirchengemeinden und die Absicherung von Großveranstaltungen wie Viernheimer Stadtfest oder Triathlon. „Diese Termine haben sich in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt“, sagt Martin Bosold vom städtischen Ordnungsamt. Er ist froh, dass die Kommune nun auf 13 Polizeihelfer zurückgreifen kann. su

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