Viernheim

Kunstszene Fritz Stier mit dem Rudi-Baerwind-Preis ausgezeichnet / Bürgermeister Matthias Baaß gratuliert dem Gegenwartskünstler

Viernheims Namen in die Welt getragen

Viernheim.New Yorker kennen das Café Rall und Finnen schwärmen von der Pizza im Salerno. Aber die internationalen Gäste reisen nicht wegen des leckeren Kuchens oder der italienischen Spezialität nach Viernheim: Sie kommen wegen der Kunst.

In der internationalen Fachpresse steht Viernheim in einer Reihe mit Vancouver oder Venedig. Und das ist vor allem das Verdienst von Fritz Stier. Für seine hervorragenden Arbeiten und sein Engagement für die Gegenwartskunst wurde der Vorsitzende des Kulturvereins mit dem Rudi-Baerwind-Preis 2017 ausgezeichnet.

Den Richtigen getroffen

Diese Stiftung würdigt alle vier Jahre hervorragende Kulturschaffende aus der Region Rhein-Neckar, jetzt gehört Fritz Stier zu den Preisträgern. „Damit hat die Baerwind-Stiftung genau den Richtigen ausgezeichnet. Einen Künstler und Kunstkurator, der in der Metropolregion Rhein-Neckar einen sehr guten Namen hat und für diese Region und die Kunst lebt“, bringt es Bürgermeister Matthias Baaß auf den Punkt, als er Fritz Stier zusammen mit Wirtschaftsförderer Alexander Schwarz zur Verleihung des Rudi-Baerwind-Preises gratuliert.

Kunst sei für Fritz Stier Experiment und Lebenshaltung, immer nah an den Menschen und gesellschaftlichen Prozessen: Nie gemütliche Gebrauchs- und Verkaufskunst, sondern: Grenzen ausloten, Neues anstoßen, den gesellschaftlichen Diskurs befördern, auch provozieren. Viernheim habe von den Ideen und dem Engagement in besonderem Maße profitiert.

Beginn mit Projekt „Ladenhüter“

So geht das Kunsthaus auf eine Idee von Fritz Stier zurück: Aus der Problematik leerstehender Ladengeschäfte in der Innenstadt heraus entwickelte der engagierte Künstler 2005 das Projekt „Ladenhüter“ – in vielen Läden fand gleichzeitig eine Kunstausstellung statt.

Und aus einem der Leerstände wurde - auch dank der Bereitschaft der Eigentümerin Frieda Hanf – das Kunsthaus Viernheim. „Diese Eröffnung im April 2006 war eine kreative Antwort auf den Strukturwandel in einer Kleinstadt wie Viernheim“, betont Baaß in seiner Laudatio.

Fritz Stier schaffe mit Hingabe und Leidenschaft immer wieder künstlerische Höhepunkte in Viernheim. Dabei verstehe er es, zusammen mit Claus Bunte Menschen in einzigartiger Weise miteinander zu verbinden. Beide zusammen prägen das Kunsthaus seit Jahren und machen die Kunstszene weit über Viernheim hinaus bekannt.

Der Geehrte selbst ist überrascht über den Besuch des Bürgermeisters im Viernheimer Kunsthaus und freut sich über die Gratulationen anlässlich der Verleihung des Rudi-Baerwind-Preises.

Gern habe er sich für die Kunstszene in Viernheim engagiert, Ideen entwickelt und Impulse gegeben, Vorschläge und Gedanken anderer aufgenommen und weiterentwickelt. Bescheiden, wie er ist, gibt Fritz Stier die Anerkennung und Dankesworte weiter an seine Mitarbeiter: „Claus Bunte, Renate Bichlmaier und ich haben in diesem wunderbaren Team hervorragend zusammengearbeitet.“ Besonders ohne Claus Bunte sei das Engagement im Kunsthaus nicht möglich. Lobende Worte findet Stier auch für Wirtschaftsförderer Alexander Schwarz, in dessen Zuständigkeitsbereich das Kunsthaus gehört. „Mich beeindruckt, wie engagiert er arbeitet und in die Vollen geht.“

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