Viernheim

Bildung Friedrich-Fröbel-Schule und Jonuciu-Progimnazijum aus Litauen bringen moderne Technik zum Einsatz

Virtueller Blick auf Welterbestätten

Archivartikel

Viernheim.Schüler und Lehrer der Friedrich-Fröbel-Schule (FFS) bedauern es, aufgrund der aktuellen Corona-Situation ihre Partnerschulen nicht besuchen zu können. Durch gemeinsame Projekte erfahren sie sonst viel Neues über das jeweilige Partnerland und dessen Geschichte. Doch einfach nur auf bessere Zeiten zu warten, sei für eine über die Jahre gewachsene Schulpartnerschaft mit persönlichen Freundschaften keine Option, schreibt die FFS in einer Pressemitteilung. Es gebe schließlich viele Möglichkeiten, sich von Fördereinrichtungen und Stiftungen mit Wissen und finanziellen Mitteln unterstützen zu lassen.

Die Unesco-Austauschpartner der Fröbelschule und des Jonuciu-Progimnazijums aus Kaunas in Litauen entschieden daher, sich virtuell zu begegnen. Bei dem Projekt ging es darum, sich die jeweils nächstgelegenen Welterbestätten gegenseitig vorzustellen. Durch die finanzielle Unterstützung des pädagogischen Austauschdienstes der Kultusministerkonferenz konnten für beide Schulen 360-Grad-Kameras und sogenannte Virtual-Reality-Brillen angeschafft werden. Sie ermöglichten den Jugendlichen, die Welterbestätten neu zu erschließen und aus neuen Perspektiven kennenzulernen.

Mittelpunkt Europas

So besuchten die litauischen Partner der FFS die erste Hauptstadt ihres Landes: Die Welterbestätte Kernave mit ihren historischen Wehrhügeln liegt idyllisch an dem Fluss Neris und stellt den geografischen Mittelpunkt Europas dar. Er befindet sich zirka 26 Kilometer nördlich der Hauptstadt Vilnius.

Die Viernheimer Schülergruppe der siebten Ganztagsklasse machte sich ein Bild von der Weltkulturerbestätte in Lorsch. Dort vermittelten Museumspädagogen in einer ausgedehnten Führung und in Workshops, wie sich das Leben in einem Kloster des Mittelalters abgespielt hat. Die Schüler lernten dabei die Techniken der Schreibschule (Skriptorium) und die Heilkunst des Lorscher Arzneibuches kennen. Außerdem ging es um die Rekonstruktion von Funden.

Die Schüler freuen sich nach Angaben der Friedrich-Fröbel-Schule schon darauf, gemeinsam mit den Schulpartnern Urkunden mit Gänsefedern zu schreiben und Naturmedizin selbst herzustellen. Bis dahin sollen die 360-Grad-Bilder digital überarbeitet und die jeweilige Welterbestätte bei Präsentationen vorgestellt werden. red

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