Viernheim

Konzert MGV Liederkranz feiert 130-jähriges Bestehen mit buntem musikalischen Programm / Frauenchor zu Gast

Volkslieder berühren Herzen

Archivartikel

Viernheim.„Menschen haben keine Motoren, sondern ein Herz – und das verlangt nach Musik“, sagt der Vorsitzende des MGV 1888 Liederkranz, Werner Sindermann. Und dieses Verlangen haben die Sänger bei ihrem Konzert zum 130-jährigen Bestehen des Vereins voll gestillt. Chorgesang von Männern und Frauen sowie als gemischter Chor, Soloparts, Klavierbegleitung und Instrumentalstücke erfüllt dabei den Garten des Heimatmuseums.

Chorleiterin Edith Schmitt hat für ihren Liederkranz-Chor drei Liedblöcke zusammengestellt. Auf die Volkslieder der alten Meister folgen Werke zeitgenössischer Komponisten und im dritten Teil eine gesungene Hommage an Gerhard Wind. Der Chor eröffnet die Veranstaltung mit „Die Himmel rühmen“ von Beethoven und schließt den ersten Block mit Edvard Griegs „Landerkennung“. Dabei übernimmt Tenor Martin Steffan den Solopart, Albrecht Wunderle begleitet Solist und Chor am Klavier. Bei den zeitgenössischen Werken singt auch der eine oder andere Gast im Publikum mit: „Weit, weit weg“ ist vor allem von Hubert von Goisern bekannt, „Dona Maria“ gehört zu den bekanntesten Chorliedern. Für „Jerusalem“ mit Solist Steffan erntet der Chor donnernden Applaus der Zuhörer.

Posaunenchor präsentiert Marsch

Zwischen den Liederkranz-Beiträgen ist der evangelische Posaunenchor zu hören. Mit zwei kurzen Stücken und einer Eigenkomposition von Dirigent Jens Uhlenhoff begeistern die Musiker in ihrem ersten Teil. Später präsentieren sie den Marsch „Pomp and Circumstance“ und eine Interpretation von „Danke“. Weitere musikalische Gäste sind die Sängerinnen des Frauenchors. Unter der Leitung von Hans Kaspar Scharf bereichern sie das Konzert mit zwei Stücken aus dem Musical „Elisabeth“ und zwei typischen Frauenhymnen: „Für Frauen ist das kein Problem“ und „Hefe“.

„130 Jahre Liederkranz, da könntet ihr wahrscheinlich ganze Bücher mit den Geschichten füllen“, meint Frauenchor-Vorsitzende Sylvia Thoms und gratuliert zum „kleinen Jubiläum“. Das Geschenk, das sie überreicht, sieht aus wie ein Buch, ist aber keines. „Wir werden das Buch nach der nächsten Chorprobe leeren“, deutet Sindermann an, dass es nicht mit Worten gefüllt ist. Beide Chöre bestreiten gemeinsam den letzten Teil des Konzerts. Die vier Lieder widmet der Liederkranz seinem Ehrenchorleiter. Gerhard Wind wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden und hatte den Liederkranz 57 Jahre lang, bis 2011, geprägt. Ihm zu Ehren singt der Chor „Ich bete an die Macht der Liebe“ und mit dem Solisten „You’ll Never Walk Alone“. In Winds Arrangement ist es ein wenig flotter, als man es aus den Fußballstadien der Welt kennt.

Beim „Halleluja“, bekannt durch den Grand-Prix-Beitrag von Milk and Honey, singt der Frauenchor mit. Der Chor mit Männer- und Frauenstimmen setzt mit „Gott mit euch“ einen imposanten Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzert. Das unterstreicht der lang anhaltende Applaus des Publikums, das die Liedbeiträge sichtlich genossen hat.

Sindermann ergreift vor der Zugabe das Wort und bedankt sich bei allen Mitwirkenden: dem evangelischen Posaunenchor, dem Frauenchor, dem Solisten Martin Steffan, dem Pianisten Albrecht Wunderle und bei Moderator Harald Hofmann. Der größte Dank geht schließlich an Chordirektorin Edith Schmitt für die musikalische Gesamtleitung. Und die Dirigentin freut sich wie alle Besucher, den großen Chor bei der Zugabe mit dem „Halleluja“ noch einmal zu hören.

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