Viernheim

Konzert Sänger-Einheit, Voice Art und Bläser des Nationaltheaters Mannheim sorgen für musikalischen „Dreiklang“ / Volkslieder und klassische Stücke

Vom „Hummelflug“ bis zum „Hallelujah“

Archivartikel

Viernheim.Nachdem der Schlussakkord von Leonard Cohens „Hallelujah“ verklungen war, hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Sitzen. Mit stehenden Ovationen feierten sie in der Mehrzweckhalle der Goetheschule die 27 Chormitglieder der Sänger-Einheit, die 40 Sänger und Sängerinnen von Voice Art aus Gorxheimertal und die fünf Bläser-Solisten des Nationaltheaters Mannheim.

Für das Konzert unter dem Titel „Dreiklang“ hatten die beiden Chöre unter der Leitung von Meinhard Wind schöne, bekannte und ebenso anspruchsvolle Melodien einstudiert. So etwa das Stück „Sailing“ von Rod Stewart und das irische Volkslied „Irish Blessing“, die die Formationen auch bei Sänger-Wettbewerben darbieten.

Den „Dreiklang“ mit den Chören ermöglichten die fünf Bläser des Mannheimer Nationaltheaters Daniela Schachinger (Oboe), Felicia Dietrich (Fagott), Martin Jakobs (Klarinette), Guido Hendriks (Horn) und Robert Lovasisch (Querflöte und Piccolo). Mit Stücken wie der Ouvertüre zur „Zauberflöte“ und dem Scherzo aus „Ein Sommernachtstraum“ von Felix Mendelssohn Bartholdy verliehen sie dem Konzert eine klassische Note. Für die heitere Note sorgten zum Beispiel das „Perpetuum Mobile“ von Johann Strauss und das virtuos gespielte Stück „Hummelflug“ von Nikolai Rimski-Korsakow.

Für die lehrreiche und kurzweilige Einordnung der Musikstücke in ihren zeitlichen Kontext sorgte Dieter Augstein. Gleichzeitig stellte der Moderator die Biographien der einzelnen Komponisten vor. In seinen Begrüßungsworten erklärte Rainer Brechtel, Bereichsleiter Musik der Sänger-Einheit, dass das Konzert – nach der erfolgreichen Teilnahme am Hessischen Chorfest im vergangenen Jahr – eine große Herausforderung dargestellt habe.

Ouvertüre zur „Zauberflöte“

Nach der Ouvertüre der „Zauberflöte“ präsentierten die Tenöre und Bass-Stimmen der Sänger-Einheit Volkslieder aus dem Piemont, der Bretagne und aus Irland sowie das Spiritual „Swing Low“. Bei dem irischen Stück „Letzte Rose“ überzeugte Robert Lovasisch als Querflötist und Tenor.

Bei dem vor elf Jahren gegründeten Chor Voice Art sind alle Generationen, Männer und Frauen vertreten. Ihr Programm mit klassischen Stücken, Gospels und Liebesliedern begeisterte das Publikum bereits zur Mitte des Konzerts.

Auch im zweiten Teil des Abends wechselten sich das Bläser-Quintett, die Sänger-Einheit und Voice Art in ihren Auftritten ab. Zu hören waren Herbert Grönemeyers „Mambo“, „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen oder „You’ll Never Walk Alone“ von Richard Rodgers.

Höhepunkt und Abschluss bildete der gemeinsame Auftritt von Sänger-Einheit und Voice Art, bei dem die Chöre von Lily Nagaosa-Bleeck am Klavier begleitet wurden. Das „Hallelujah“ von Leonard Cohen sorgte für den stimmungsvollen und harmonischen Schlussakkord zu einem abwechslungsreichen Konzert, das den Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird. kos

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