Viernheim

Konzert Talente der städtischen Musikschule beeindrucken im Bürgerhaus mit anspruchsvollen Kompositionen

Von der Romanze bis zu Figaros Hochzeit

Archivartikel

Viernheim.Das Beste der Musikschule hatte die städtische Einrichtung für ihr Abschlusskonzert im kleinen Saal des Bürgerhauses angekündigt. Und tatsächlich zeigten die jungen Solisten im Alter von acht bis 15 Jahren herausragende Leistungen bei der Darbietung von teils sehr anspruchsvollen Stücken. Das war schon bei Leonie Adler der Fall, die mit zwei modernen Liedern den Abend eröffnete. Bei „Sober“ von Demi Lovato (1992) und „One Day“ von Tate McRae (2003) überzeugte sie mit ihrer sympathischen Stimme. Alison Gorbey, Dozentin an der Musikschule, erwies sich dabei als einfühlsame Begleiterin am Klavier.

Anschließend spielte die erst acht Jahre alte Geigerin Luisa Kramer die „Romanze“ von Charles Dancla (1817-1907) und „Lieblingsmelodie“ von S. Winner, am Klavier begleitet von Sophia Kramer. Die Violinistin glänzte dabei vor allem bei mehreren Variationen. Auch die elfjährige Emilia Kabus beherrschte ihr Instrument hervorragend. Auf der Harfe spielte sie vier Sätzen aus der Sammlung „Blaue Diamanten“ von Christoph Pampuch (1959).

Die zehnjährige Anh-Nguyen Ri Han und Sabine Minich (neun Jahre) stellten sich als Geigen-Duo vor. Ihre Darbietung von „Tanz der Zwerge“ (Ramin Entezami) und „Snakes and Ladders“ waren zwei musikalische Skizzen. Dazu bildete der Rückblick auf das 19.Jahrhundert mit Christian Pawin an der Bratsche einen reizvollen Gegensatz. Zu hören waren Melodien aus „6 Nocturnes“ op. 186 und „Allegretto ma un poco vive“ von Johann Wenzel Kalliwoda“ (1801-1866).

Wie erfolgreich an der Viernheimer Musikschule auch Bläser ausgebildet werden, zeigte Frédéric von Blücher mit einem makellosen Trompetensolo. Der 13-Jährige präsentierte die anspruchsvolle Komposition „Sonate, allegro con brio“ von Thorvald Hansen. Dann stand wieder ein anderes Instrument im Mittelpunkt: Mark Pawin spielte mit seinem Violoncello die dunklen warmen Akkorde der Kompositionen „Allegro Appassionato“ und „Schwan“ des Romantikers Camille Saint-Saëns (1835-1921).

Temperamentvoller Tanz

Mit einem Feuerwerk der Virtuosität begeisterte die 15-jährige Geigerin Judith Zeichner. Den berühmten „Czardas“ von Vittorio Monti (1868-1922) spielte sie mit ungarischem Temperament. Natürlich durfte bei dieser Vielfalt der Instrumente ein Klaviersolo nicht fehlen. Dazu setzte sich die elfjährige Sophia Kramer an den Flügel und präsentierte mit großer Gestaltungsfreude den „Spanischen Tanz C-Dur“ des russischen Komponisten Moritz Moszkowski. Das Finale des Konzerts war Mozart gewidmet. Dessen Komposition „Figaros Hochzeit“ und eine Folge von Variationen hat Jacques Offenbach (1819-1880) zu einem Strauß herrlicher Melodien bearbeitet, die der 15-jährige Tillmann Stork in einem eindrucksvollen Cello-Solo darbot.

Viel Beifall gab es nach allen Konzertteilen für die jungen Interpreten. Musikschulleiter Rúnar Emilsson dankte allen Mitwirkenden, besonders Alison Gorbey für die Begleitung am Klavier. H.T.

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