Viernheim

Albertus-Magnus-Schule Spielfest im Sportpark West / Klassen treten gegeneinander an /Jugendliche müssen verschiedene Disziplinen durchlaufen

Wasserbomben und Dartpfeile fliegen

Viernheim.„Das ist neuer Rekord“, sind sich Kim und Annkathrin sicher. Nach fünf Minuten messen die beiden Elftklässlerinnen nach, wieviel Wasser im Eimer gelandet ist. 44 Zentimeter hoch ist der Wasserspiegel, so viel hat bislang noch keine Klasse geschafft.

Die 6a jubelt über ihren Erfolg, als Team haben sie die Station bestens gemeistert. Die „Wasserbrücke“ ist eine Aufgabe beim Sport- und Spielfest der Albertus-Magnus-Schule (AMS) im Sportpark West. Das Gymnasium lädt seine Schüler im jährlichen Wechsel entweder zu Bundesjugendspielen oder dem Sportfest ein, in diesem Jahr geht es in erster Linie um den Spaß statt um Leistungen und Urkunden. An 14 Stationen können die Klassen individuelle Stärken, Teamgeist, Zusammenhalt und Gemeinschaftsgefühl unter Beweis stellen.

„Ein großer Dank geht an die Fachschaft Sport, die sich die Stationen ausgedacht und vorbereitet hat“, lobt Schulleiterin Ursula Kubera schon bei der Begrüßung. Als erstes sind die jüngeren Schüler der Klassen fünf bis sieben an der Reihe, später kommen die Acht- bis Zehntklässler zu den Stationen. Bei der „Wasserbrücke“ halten die Schüler ein langes Stück Frischhaltefolie so, dass sie am einen Ende Wasser schöpfen und dieses über gut zehn Meter in einen Eimer transportieren können.

Dabei gibt es unterschiedliche Techniken: Manche Klassen stellen sich nach Größe sortiert auf und lassen das Wasser von den großgewachsenen Schülern nach unten laufen, andere bewegen die Frischhaltefolie in Wellen, um möglichst viel Wasser laufen zu lassen. In voller Klassenstärke müssen die Schüler aber nicht jede Station bestreiten, meistens sind es kleinere Gruppen, die sich den Aufgaben stellen.

So werden die Ballsport-Erfahrenen fürs Fußballcrocket, Basketball oder Ballboule ausgewählt, andere versuchen sich am „heißen Draht“ oder beim Becherstapeln (Stacking). Wer schnell auf den Beinen ist, transportiert in der Halfpipe Bälle von einer Seite zur andren oder wird in der Pendelstaffel aufgestellt. Dabei sorgen schwingende Reifen jedoch dafür, dass die Läufer nicht schnurstracks zu ihrem Klassenkameraden rennen können. Zweimal wird auch das Fahrrad benötigt – beim Radparcours muss man möglichst schnell durch die Hindernisse fahren, beim Schneckenradeln geht es darum, möglichst langsam von der Stelle zu kommen. Nasse Schuhe oder feuchte Kleidung gibt es mitunter bei den Wasserbomben, wenn man nicht aufpasst. Die Wasserbomben sollen mit großen Laken über ein Fußballtor geschleudert und auf der anderen Seite mit dem Betttuch wieder gefangen werden. Das ist gar nicht so leicht für die Fänger und Werfer, wenn sie den richtigen Schwung noch nicht raus haben und die Wasserbombe am Boden zerplatzt. Gar nicht so sportlich, aber unheimlich spaßig ist die Station „Summ’ meinen Song“: Paarweise summen Schüler bekannte Hits, und der Rest der Klasse muss „Backe backe Kuchen“, das „Sandmänchen“ oder auch „Senorita“ oder „Despacito“ erraten.

Bis der Laufzettel der einzelnen Klassen vollständig ausgefüllt ist, müssen auch noch die Disziplinen „Blind Dart“, wobei man Pfeile blind auf die Scheibe wirft, und „Becher-Pong“ absolviert werden. Dann geht es an die Auswertung, denn alle Klassen wollen in ihrer Jahrgangsstufe gewinnen. Bei der Siegerehrung gibt es strahlende Gesichter bei den Klassen 5a, 5b, 6a und 7c und den Klassen 8b, 9b und 10a, die mit der ganzen Klasse zum Eis-Essen ins Eiscafé Riviera gehen dürfen – oder ihren Gutschein direkt am Eiswagen einlösen können. su

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