Viernheim

Gesundheit Heilpraktikerin Jutta Arp hält beim Naturheilverein Vortrag zum Thema Arthrose

Weit verbreitete Gelenkkrankheit

Archivartikel

Viernheim.Bei vielen sind es die Schultern, bei den meisten Hüften und Knie, ja sogar die Finger verursachen qualvolle Schmerzen: Arthrose ist der Sammelbegriff für alle Knorpelschäden an Gelenken. Und doch ist das Wissen nach Einschätzung des Naturheilvereins Viernheim, Weinheim und Umgebung über diese Massenerkrankung recht gering. Das veranlasste den Vorstand die Viernheimer Heilpraktikerin Jutta Arp zu einem Vortrag in die Kulturscheine über die Vielfalt der Erkrankung einzuladen. „Mit acht Millionen Patienten ist die Arthrose die am meisten verbreitete Art von Gelenkkrankheiten in Deutschland“, begann Jutta Arp ihren Vortrag. Zentrale Arthrosebeschwerden seien abnehmende Gelenkbeweglichkeit und Schmerzen. Feuchtes, kaltes Wetter verstärke diese Beschwerden. Deshalb empfahl Jutta Arp eine frühzeitige Therapie, die den Verlauf positiv beeinflusse.

Wichtig sei ein hohes Maß an Selbstverantwortung bei der Therapie der betroffenen Gelenke. An Bildern zeigte die Referentin, wie beschädigte und entzündete Gelenkknorpel aussehen, bei denen die Knorpelschicht dünner geworden ist. Ursachen dieser Beschwerden seien Übergewicht – bei Frauen häufiger als bei Männern – zunehmendes Alter, Überforderung und Traumata. „Auch vorherige operative Eingriffe können die Ursache sein“, ergänzte Arp. Für eine konservative Therapie sei eine deutliche Gewichtsabnahme erforderlich. Als vorbeugende Bewegungstherapie empfahl die Referentin gelenk- schonendes Wandern und Radfahren ohne Überlastung, regelmäßige Kräftigung der Muskeln und eine gesunde Ernährung bestehend aus Obst, Gemüse, Kräutern und Vollkornprodukten. Auch sollte Fleisch nur selten auf dem Speiseplan stehen und die Betroffenen nur wenig Zucker und keinen Alkohol zu sich nehmen.

Außerdem sollte man sich auf die Unverträglichkeit von Gluten und Lactose testen lassen und das Rauchen unterlassen, betonte Jutta Arp. Es gebe auch große Erfolge bei schonenden Varianten einer operativen Therapie. Das Risiko sei hier die Haltbarkeit der Implantate, da eine erneute Operation wesentlich schwieriger sei.

An Fallbeispielen erklärte Arp die Anwendung spezieller homöopathischer Mittel, die individuell für jeden Patienten zusammengestellt und verwendet werden. Hier zeigte sich jedoch, dass die Therapie lange dauern kann. Dann aber könne sich der Patient über die Linderung der Schmerzen und schließlich über eine Heilung freuen.

Jutta Arp beginnt ihre Beratung und Behandlung von Arthrosebeschwerden mit einem langen, persönlichen Gespräch, um die Ursache einer solchen Erkrankung zu finden, denn ihre Therapie folge dem Grundsatz des Naturheilverfahrens: „Behandlung des Menschen, nicht der Krankheit“. Damit verbunden sei die Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts.

Auch nach ihrem Vortrag, für den ihr die stellvertretende Vorsitzende Ingelore Bonfert dankte, musste die Viernheimer Heilpraktikerin noch viele Fragen beantworten, denn das Interesse an diesem Thema war sehr groß. H.T.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional