Viernheim

Wie ein Beamter

Archivartikel

Zu „Kapelle wieder mit Leben erfüllen“, SHM vom 12. Juni

Es hat mich sehr bedrückt, dass Pfarrer Ronald Givens wie ein Verwaltungsbeamter geantwortet hat. Öffentlich, in Ihrer Zeitung, auf Anfrage. Wie muss Herr Kempf sich durch die öffentlichen Zeilen gedemütigt gefühlt haben, als er las, was Pfarrer Givens kommentierte. Ja, zu diesen Worten stehe ich.

Kein Gepräch, um sich mit Demut und Respekt auf Augenhöhe auszutauschen. Gerade ein Geistlicher, ein Seelsorger, hat wohl hier das Gefühl nicht gehabt. Ihn kenne ich als sehr einfühlsamen Seelsorger, aber auch anders. Ein Bischof hat die Kapelle nicht geweiht, sicher. Aber ein geweihter Bischof hat erlaubt, dass Messen et cetera stattfinden dürfen. Ist eine geweihtes gesprochenes Wort nicht auch von Gewicht? Die Kirche spricht davon, dass Menschen ihren Glauben auch nach außen hin vertreten, ja tragen sollen. Dazu zählt auch die angesprochene Kapelle. Was spricht dagegen, dass Personen bereit sind, dies mitzugestalten und Verantwortung zu tragen? „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind...“

Wo ist Christus? Dort in der Kapelle! Die Kapelle gehört zu Viernheim und hat gefühlt den Status einer Kirche. Darüber kann man theologisch streiten. Bin gespannt, was wird. Ach ja, ich gehe gerne in die Kapelle an der Wiesenstraße, nachdem ich im Wald war. Es ist schön, dass es so kleine Oasen des Glaubens gibt.

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