Viernheim

Kirche Pfarrgemeinderäte sprechen über Möglichkeiten der Zusammenarbeit und anstehende Wahlen / Vorsitzende berichten

„Wir wollen Kräfte bündeln“

Archivartikel

Viernheim.Bei einer gemeinsamen Sitzung im Pfarrheim von St. Marien haben die Pfarrgemeinderäte von Johannes XXIII. und St. HiMi Pläne für eine künftige Zusammenarbeit katholischer Organisationen besprochen. Seit Juli sind beide Pfarreien unter der Leitung von Pfarrer Ronald Givens in einer Pfarrgruppe zusammengefasst.

„In den letzten Wochen haben sich bereits verschiedene Gruppen getroffen, um zu schauen, wie Kräfte gebündelt werden können“, berichtet Ursula Scheidel, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von Johannes XXIII., im Gespräch mit dem „Südhessen Morgen“. So habe es etwa einen Liturgieausschuss mit Vertretern von Pfarrgemeinderäten, Kirchenchören, Lektoren, Kommunionhelfern und Messdienern gegeben, der eine Gottesdienstordnung für die Feiertage im November und Dezember erstellt habe. Voraussichtlich bis ins Frühjahr wird aber ansonsten die bereits seit Juli geltende Gottesdienstordnung beibehalten, erklärt Jürgen Gutperle, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. HiMi. „Wir wollen den zukünftigen Pfarrgemeinderäten nicht vorgreifen.“

Deren Wahl nach den Gottesdiensten am 9. und am 10. November war ebenfalls Thema der Sitzung. „Wer kandidieren möchte, kann sich noch bis zum 12. Oktober melden“, so Gutperle. Für die nächste, vier Jahre dauernde Amtszeit werden die Gremien noch getrennt für beide Pfarreien gewählt. Pro Gemeinde sind laut Scheidel zehn Mitglieder vorgesehen. „Wir wollen aber jeweils mindestens 15 Kandidaten aufstellen und suchen noch Interessenten.“

Eine engere Zusammenarbeit ist schon jetzt im Bereich Sozialpastoral geplant. Bei der Sitzung stellte sich daher auch ein dreiköpfiges Übergangsgremium vor, das die Verschmelzung der bisher getrennten Caritas-Organisationen der Pfarreien in einer Gemeinde-Caritas für ganz Viernheim begleiten soll. Die Gruppe besteht aus Gemeindereferent Herbert Kohl als hauptamtlichem Vertreter sowie Scheidel für Johannes XXIII. und Nicole Hofmann für St. HiMi.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch das Sozialzentrum. „Wir wollen schauen, wo es Vernetzungsmöglichkeiten gibt“, erklärt Scheidel. So soll zum Beispiel geklärt werden, in welchen Fällen auf Angebote des Familienbildungswerkes und des Hauses des Lebens verwiesen werden kann. Bei einer großen Caritassammlung, in deren Rahmen Ende November 12 000 Haushalte angeschrieben werden, sollen Helfer aus beiden Pfarreien gemeinsam die Kuvertierung übernehmen.

Gemeinsam herausgegeben werden soll ab 2020 auch ein Pfarrbrief, ähnlich dem bisher mehrmals im Jahr in Johannes XXIII. erschienen „Horizont“, so Gutperle. Darin sollen nicht nur reine Veranstaltungshinweise- und berichte stehen. Vielmehr ist geplant, inhaltliche Themen tiefer zu behandeln. „Erste Interessenten für die Redaktion gibt es schon“, berichtet Scheidel.

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