Viernheim

Umweltschutz Verein zur Solidarischen Landwirtschaft in Viernheim gründet sich / Offener Garten am 19. Januar ab 11 Uhr

„Wissen, woher das Essen kommt“

Viernheim.Eine Einladung zum „Info-Tag des offenen Gartens“ am Samstag, 19. Januar, von 11 bis 15 Uhr verschickt ein Verein in Gründung: die Solidarische Landwirtschaft (Solawi) in Viernheim. Es werden noch weitere Interessenten gesucht für dieses Projekt, das auch als Vertragslandwirtschaft bezeichnet wird.

In der Solidarischen Landwirtschaft, abgekürzt Solawi, bestimmen die Mitglieder selbst, wie und was angebaut wird, meist in ökologischer und biologischer Landwirtschaft. Die Ernte wird nicht über den Markt vertrieben, sondern zu gleichen Teilen an die Mitglieder abgegeben, die einen Ernteanteil erworben haben. In Viernheim finanzieren die Mitglieder mit ihrem Beitrag einen Gärtner, der in ihrem Auftrag die gewünschten Gemüsesorten anbaut. Und das Ganze auf einem Feld in Viernheim.

Weitere Interessenten gesucht

Im Dezember 2018 hat sich der Verein Solidarische Landwirtschaft Viernheim gegründet. Knapp 20 Familien haben bereits zugesagt, einen Ernteanteil abzunehmen. Weitere 20 Teilnehmer werden noch gesucht. Am 19. Januar besteht von 11 bis 15 Uhr die Möglichkeit, sich am Lagerfeuer bei einem Punsch zu informieren. Die Mitglieder der Solawi Viernheim und der zukünftige Gärtner stehen für Gespräche bereit.

„Ein großer Teil der Landwirtschaft wird heute über die Märkte geregelt und durch EU-Förderungen beeinflusst. Die Ernte ist vorwiegend Wirtschaftsgut“, heißt es in der Einladung. „Dass sie die Grundlage unserer Ernährung ist, gesund, schmackhaft und abwechslungsreich sein sollte, wird dabei manchmal vergessen. Oft ist mit der Massenproduktion eine Ausbeutung von Böden, Tieren und den Landwirten selbst verbunden. Insektensterben, Vogelsterben, verseuchtes Grundwasser, verfestigte Böden sind die Folgen. Dafür bekommt man meist gespritztes Obst und Gemüse als oft geschmacksarme Massenware.“

Und damit die Interessenten gleich wissen, wo das Gemüse wachsen wird, findet der Termin auf dem Gelände von Renners Obst- und Gemüsegarten statt. Es liegt zwischen der nördlichen Bebauung des Bannholzgrabens und dem „Gewässer“ Bannholzgraben etwa in der Mitte zwischen Reiterhöfen und Wiesenstraße. Von der Wiesenstraße sollte man Richtung Norden fahren und die erste Möglichkeit nach der Schwester-Paterna-Allee rechts in den Feldweg abbiegen. Dann sind es nach Angaben der Organisatoren etwa 100 Meter. Der Hof wird vor Ort auch ausgeschildert. Die GPS-Koordinaten sind 49,553461 N, 8,601066 E. Der Hof ist auch per Rad gut zu erreichen. Der Verein Solawi Viernheim freut sich auf zahlreiche Interessenten am 19. Januar. red/bur

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