Viernheim

Sportlerehrung I Stadt zeichnet Aktive und Trainer aus / Tischtennisspieler Hermann Pfenning in Las Vegas erfolgreich

WM-Traum mit 86 Jahren erfüllt

Viernheim.Hermann Pfenning steht zum ersten Mal auf der Bühne bei der Viernheimer Sportlerehrung – und das mit 86 Jahren. Er wird im Kinopolis für seinen dritten Platz im Doppel bei der Tischtennis-Weltmeisterschaft geehrt. „Er ist dafür aber nicht mal kurz nach Buxtehude gefahren“, erklärt Moderator Stephan Schneider dem Publikum. Las Vegas war der Austragungsort der Weltmeisterschaft.

Von der Spieler-Metropole in den USA hat Hermann Pfenning aber nicht viel gesehen: „Wir sind sonntags angekommen, und am Montagvormittag startete gleich das Turnier. Da hat man nur den Blick für den Sport.“ Der Senior schildert eindrucksvoll, wie 4100 Spieler an 250 Tischtennisplatten um die Plätze spielten. Hermann Pfenning schaffte es auf das Treppchen und kam aus Amerika mit einer WM-Bronzemedaille zurück.

Hermann Pfenning ist einer von 177 Sportlern und Trainern, die für ihre sportlichen Erfolge im Jahr 2018 geehrt werden. Das städtische Kultur- und Sportamt hat anhand der verschiedenen Ehrungskriterien die große Liste zusammengestellt. Ausgezeichnet bei der Sportlerehrung im Kinopolis werden 137 Sportler und 40 Trainer aus 13 Viernheimer Vereinen und auswärtigen Klubs.

Aufstiege in höhere Ligen

Unter den Geehrten sind 114 Jungs und Männer sowie 63 Mädchen und Frauen. Die Erfolge reichen von Aufstiegen in die nächste Liga über Podestplätze bei Landes- und Bundesmeisterschaften bis hin zu erfolgreichen Teilnahmen an Weltmeisterschaften. Neben dem Tischtennis-Senior des TV 1893 vertraten Philip Salobir (Jetski), Annmarie Mütsch (Schach), Matthias Schmidt (Ringen) und Andrea Lantz (Stepptanz) ihre Heimatstadt Viernheim bei den WM-Wettbewerben ihrer Sportart. Bei der Ehrung besonders zahlreich vertreten ist der TSV Amicitia mit den Abteilungen Triathlon, Leichtathletik und Behindertensport.

„Um im Sport Erfolge zu erzielen, braucht es die notwendige Infrastruktur, das Vereinswesen, die Unterstützung von Eltern und Förderern und natürlich Gelegenheiten“, sagt Bürgermeister Matthias Baaß bei der Begrüßung. Torben Kruhmann glaubt, dass Erfolg nicht allein von einem Einzelnen ausgeht: „Hinter jedem Erfolg steht eine unbezahlbare Teamleistung einer großen Gruppe sportbegeisterter Menschen“, sagt der Vorsitzende des Sozial- und Kulturausschusses und nennt Trainer, Übungsleiter, Eltern, Funktionäre, Helfer, Schieds- und Wettkampfrichter.

Stephan Schneider und Sascha Niebler von Kultur- und Sportamt führen durch die Sportlerehrung. Die einzelnen Vereine werden aufgerufen, die erfolgreichen Sportler formieren sich vor der großen Leinwand und nehmen die Glückwunsche der Stadt – vertreten durch den Bürgermeister, Stadtverordnete und Magistratsmitglieder – entgegen.

Neben Urkunden werden die Teilnehmer der Sportlerehrung seit mehreren Jahren mit einer Filmvorführung für ihre Leistungen belohnt. Diesmal präsentiert das Kinopolis den Streifen „Plötzlich Familie“. Und für alle Geehrten gibt es zwei Eintrittskarten vom „Technoseum“, dem Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim. Bis zum 10. Juni ist dort die Sonderausstellung „Fertig? Los! Die Geschichte von Sport und Technik“ zu sehen.

Info: Fotostrecke und alle Geehrten unter morgenweb.de/viernheim

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