Viernheim

Ultranet Fraktionen stimmen für Änderung der Trassenführung

Wunsch nach mehr Platz zum Wohnen

Archivartikel

Viernheim.Einstimmig beschloss die Stadtverordnetenversammlung bei ihrer jüngsten Sitzung, eine kleine Verschwenkung der vorgesehenen Ultranet-Leitung auf Viernheimer Gemarkung zu beantragen. Folgen Bundesnetzagentur und der Netzbetreiber Amprion diesem Wunsch, würde das zu einem Drittel mehr Wohnbaufläche im Nordwesten der Stadt führen (wir berichteten ausführlich).

Konkret geht es um die im Flächennutzungsplan von Viernheim ausgewiesenen Zuwachsflächen für Wohnnutzung im Bereich Nordweststadt II. Der Landesentwicklungsplan schreibt vor, dass neue Wohnbebauung erst ab einem Abstand von 400 Metern zu Hochspannungsfreileitungen geplant werden darf. Ein Problem für die Stadt, deren Gemarkung im Westen von zwei Leitungen parallel zur A 6 durchzogen wird. Die östliche der beiden soll im Zuge des Ultranet-Projekts umgebaut werden und die zusätzlichen Kabel der „Nord-Süd-Stromautobahn“ führen.

Der momentane Verlauf der Trasse schränkt das Bebauungsareal NW II durch die 400-Meter-Regel jedoch stark ein, weshalb Verwaltung und Stadtverordnete eine Verschwenkung befürworten. Im Mai und Juli hatte die Stadt gegenüber der Bundesnetzagentur diesen Wunsch bereits geäußert. Die Beschlussfassung, in der die Versetzung von drei Strommasten angeregt wird, bestärke den Antrag gegenüber der Bundesnetzagentur, so Bürgermeister Matthias Baaß. cao

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