Viernheim

Frühschoppen Beteiligungsforum Handicap im Gespräch mit Vereinsvertretern / Petra Brandt vom Behindertenbeirat Lampertheim referiert

Zahlreiche Barrieren bremsen Menschen aus

Archivartikel

Viernheim.Beim 17. Viernheimer Vereinsfrühschoppen war das Beteiligungsforum Handicap zu Gast bei Vereinsvertretern. Treffpunkt war das noch nicht offiziell eingeweihte Sängerhaus des Männergesangvereins 1846.

Petra Brandt vom Behindertenbeirat Lampertheim trat bei der Veranstaltung als Referentin auf. Sie berichtete über verschiedene Barrieren, mit denen sich Menschen mit einem sichtbaren, aber auch mit einem nicht sichtbaren Handicap auseinandersetzen müssen. Dazu gehören Hindernisse für Rollstuhlfahrer, wie Stufen oder enge Türen, aber auch nicht lesbare Texte für Menschen mit einer Sehbehinderung. Bei dem Treffen ging es darüber hinaus um Menschen mit chronischen Erkrankungen, die Einschränkungen bei der Ernährung haben. Anliegen des Beteiligungsforums war es, die anwesenden Vereinsvertreter für die Interessen von Menschen mit Handicap zu sensibilisieren. Etwa zehn Prozent der Bürger sehen nach Angaben der Initiatoren eine barrierefrei gestaltete Umwelt als zwingend erforderlich an. Fakt sei aber, dass Barrierefreiheit für jeden Bürger – auch ohne Handicap – zu 100 Prozent eine Verbesserung im Alltag darstelle und somit wieder alle Bürger betreffe. „Das Problem für Menschen mit Handicap ist nicht das Behindertsein, sondern eher das behindert werden, nämlich durch Barrieren, die im Alltag nicht bewältigt werden können“, erklärte Petra Brandt am Ende ihres Vortrages. Sehr zur Freude der MGV-Vertreter lobten die Teilnehmer die Barrierefreiheit des Sängerhauses. red

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