Viernheim

Theater „Mika & Rino“ verbinden Schauspiel mit Artistik

Zirkusratte im Rampenlicht

Archivartikel

Viernheim.Voller Tempo, Witz und Einfallsreichtum präsentiert die Theatergruppe „Mika & Rino“ aus Freiburg und Bochum ihr Stück „Die Zirkusratte“ beim „Kindertheater am TiB“. Mitmachen und Mitlachen ist angesagt, und dabei gerät das junge Publikum völlig aus dem Häuschen. „So soll es sein“, zeigt sich Schauspieler Mika zufrieden und fügt hinzu: „Die Kinder sollen bei unseren Aufführungen so richtig dabei sein, aus sich herausgehen und mal das tun, was sie sonst in der Schule nicht tun dürfen.“ Die beiden Künstler, die schon seit 25 Jahren gemeinsam auftreten, haben die Geschichte selbst geschrieben, inszeniert und dabei auf Interaktion mit den kleinen Zuschauern angelegt.

Alles dreht sich in dem Stück um die kleine und freche Ratte Fred. Normalerweise führen Zirkusratten ja ein trauriges Dasein. Doch bei diesem Zirkus wirbelt Fred das Programm kräftig durcheinander, denn schließlich will er als Künstler gerne selbst im Rampenlicht stehen und sich nicht verstecken müssen, wenn es heißt: „Manege frei!“

„Diese Ratte will immer mitmachen“, beklagt sich Zirkusdirektor Mika, „dabei habe ich ihr gesagt, ‚Du darfst erst rauskommen, wenn die Kinder weg sind und dann den Abfall fressen’.“ Also stibitzt Fred dem Direktor Zylinder und Zauberstab und inszeniert ein vergnügliches Missgeschick nach dem anderen. Clown Rino versucht gemeinsam mit dem Direktor die Ratte zu fangen – aber natürlich vergeblich. Beim Jonglieren mischt Fred ebenso mit wie beim Zaubertrick des Direktors. Da helfen die Kinder nicht nur mit einem lautstarken „Hokus Pokus Fidibus“ mit, denn als der Trick mit vereinten Kräften klappt, hat sich die freche und immer hungrige Ratte einen Keks verdient.

Kinder wirken mit

„Wer von Euch traut sich, Fred einen Keks zu geben?“, fragt Direktor Mika ins Publikum – und fast alle Hände gehen in die Höhe. Marlene darf schließlich auf die Bühne. „Du bist mutig“, lobt sie der Direktor, „das ist auch schon einmal schief gegangen, und dann war nicht nur der Keks, sondern auch noch ein Finger weg.“ Scheinbar mühelos gelingt es den beiden Künstlern, Schauspiel, Jonglage und Artistik miteinander zu verbinden. Und sie würzen ihre Einlagen mit so viel Witz, dass die kleinen Zuschauer vor Vergnügen kreischen. Zum Schluss ernten sie ganz viel Applaus für ihr liebevoll aufeinander abgestimmtes Potpourri aus komischen und spannenden Einlagen.

Das „Kindertheater am TiB“ legt eine Pause ein. Weiter geht es erst am Freitag, 24. August, um 15 Uhr mit der Vorstellung „Clown Paul macht Ferien.“ sik

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