Viernheim

Musical Tournee-Theater Hamburg präsentiert selbst entwickelte Inszenierung des „Dschungelbuch“

Zuflucht bei Familie Wolf

Viernheim.Er heult wie ein Wolf, klettert wie ein Panther und springt herum wie ein Affe – dabei ist Mogli doch eigentlich ein Mensch. Der Junge will bei seinen tierischen Freunden bleiben, auch wenn ihm große Gefahr durch Tiger Shir Khan droht. Rund 350 Kinder, Eltern und Großeltern verfolgen die Abenteuer des jungen Mogli auf der Bühne im Bürgerhaus. Die Sparkassenstiftung hat das Tournee-Theater aus Hamburg für die Aufführung gewinnen können. Sechs Schauspieler sind in mehreren Rollen auf der Bühne, um die Geschichte zu erzählen.

„Alle Texte sind selbst geschrieben, alle Musikstücke selbst komponiert“, verrät Andrea Helm, dass das Musical sich stark an der Romanvorlage von Rudyard Kipling orientiert, aber dennoch eine eigenständige Fassung ist. So ist es Schakal Tabaqui, der einen Korb von den Menschen mit in den Dschungel bringt. „Das Fressen lacht“ erschrickt das Tier, als es Geräusche aus dem Korb hört und verschwindet.

Der schwarze Panther Baghira nimmt sich des Menschenkindes an und singt es in den Schlaf: „Pass auf, dass der Tiger dich nicht findet!“ Als das Kind eingeschlafen ist, fragt sich Baghira: „Was mach’ ich nur mit dem Baby?“ Und die Kinder im Zuschauerraum haben sofort eine Idee: „Verstecken!“

Baghira bringt das Kind zum Wolfsrudel. „Was ist das denn, ein Frosch?“ fragen sich die jungen Wölfe. Und wieder helfen die Mädchen und Jungen: „Ein Menschenbaby!“ rufen sie. Familie Wolf nimmt den kleinen Mogli bei sich im Rudel auf und macht singend klar: „Die Stärke des Wolfs ist sein Rudel.“ Währenddessen nehmen der Schakal und der große Tiger Shir Khan die Witterung nach Baghira und dem Baby auf – Tabaqui hat Shir Khan nämlich das besondere Fressen versprochen. Doch die Wölfe beschützen das Kind und vertreiben den Tiger aus dem Teil des Dschungels.

In allen Tiersprachen

Zehn Jahre lang wächst Mogli unbeschwert auf, hat viele Freunde und kann sich in allen Tiersprachen verständigen. Dann erzählt Tabaqui, dass Shir Khan zurückgekehrt ist. Baghira und der Leitwolf Akela wollen Mogli zu seinem eigenen Schutz zu den Menschen bringen. „Ich geh’ nicht weg“, rennt Mogli aber los und will sich als „einsamer Wolf“ allein durch den Dschungel schlagen. Als Erstes läuft ihm Balu, der gutmütige Bär, über den Weg. Und doch lauern viele Gefahren auf den Jungen: Er trifft die frechen Affen oder die Schlange Kaa, die Mogli hypnotisieren will. Und schließlich steht er Shir Khan gegenüber, der sich schon auf sein Fressen freut. Aber Mogli hat gut aufgepasst und weiß, dass der Tiger die „rote Blume“, das Feuer, fürchtet.

Erst bedroht er Shir Khan mit einer brennenden Fackel, dann kämpft er doch mit dem Tiger. Shir Khan jedoch zeigt sich beeindruckt von dem Mut des Menschenjungen und lässt von ihm ab. „So ein Mensch sollte überleben“, lässt er Mogli unbehelligt zu den Menschen. su

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